Samstag, 7. Dezember 2019

Neues Lieblingsfestival der Silicon-Valley-Elite Einmal ausflippen in der Wüste, die Super-Luxus-Variante

Gegenwelt zur Gegenwelt: Das "Further Future" grenzt sich vom luxuskritischen Festival "Burning Man" ab. Es ist ein Tummelplatz und Jobbörse für die Silicon-Valley-Szene
Further Future / LonelyLight (Daniel Eiba)
Gegenwelt zur Gegenwelt: Das "Further Future" grenzt sich vom luxuskritischen Festival "Burning Man" ab. Es ist ein Tummelplatz und Jobbörse für die Silicon-Valley-Szene

An erste Stelle haben die Macher von "Further Future" ein Bekenntnis gesetzt, das mit wenigen Worten auskommt: "Verlasse deine Komfortzone, fordere dich selbst heraus und tue nicht das Naheliegende."

Nicht so naheliegend ist dann wohl, gleich die nächste Komfortzone zu besuchen, wenn auch mitten in der Wüste von Nevada. 350 Dollar kostet bei dem Festival, das am vergangenen Wochenende seine zweite Ausgabe feierte, nur das Standard-Ticket mit Eintritt zu elektronischer Musik, spektakulären Kunstaktionen und Reden von allerlei "Visionären".

Hinzu kommen Unterkünfte vom einfachen Zeltplatz bis zum "Mondpalast" (7500 Dollar) mit "nichts als reinem, ungeniertem Luxus" einschließlich Butler rund um die Uhr, ein Spa und auf Wunsch auch ein Dinner des japanischen Starkochs Nobu für 250 Dollar.

Der "Guardian" war da und traf Eric Schmidt, den Verwaltungsratschef des Google-Mutterkonzerns Alphabet Börsen-Chart zeigen, im immerhin selbstgemachten Kostüm mit einer Weste aus verspiegelten Glasscherben. "Die Zukunft wird von Leuten mit einem alternativen Weltbild gemacht. Man weiß nie, wo man Ideen findet", begründete Schmidt seine Begeisterung für das Spektakel.

Der altgediente Manager fand auch Worte für die Vorzüge des teuren "Further Future" gegenüber dem viel größeren Festival "Burning Man", wo er seit Jahren als Stammgast gilt - was ihm angeblich einst die Sympathien der Google-Gründer und damit seinen Job einbrachte.

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