Dienstag, 16. Juli 2019

Aktienrückkauf in Milliardenhöhe FMC kauft weitere Aktien zurück

Fresenius Medical Care: Die Fresenius-Tochter kauft Aktien zurück

Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC ) will in der kommenden Woche mit einer weiteren Tranche seines Aktienrückkaufs beginnen. Ab dem 17. Juni 2019 sollen binnen eines Jahres Papiere im Wert von bis zu 660 Millionen Euro zurückgekauft werden, teilte die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius SE am Freitag in Bad Homburg mit. Der Rückkauf endet damit spätestens am 17. Juni 2020.

FMC hatte im Februar den Rückkauf eigener Aktien in den kommenden zwei Jahren im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro angekündigt. In einer ersten kleineren Tranche hat das Unternehmen seitdem bereits eigene Aktien im Wert von rund 270 Millionen Euro zurückerworben. Dies hatte auch den Aktienkurs zumindest kurzfristig gestützt. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, damit solle das Grundkapital der Gesellschaft herabgesetzt werden.

Erst am Donnerstag hatte FMC eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Dollar platziert. Der Emissionserlös wird nach Unternehmensangaben zur Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.

Nach einer Serie von Rekordjahren hatten Probleme bei FMC und der deutschen Tochter Helios Fresenius im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Die Mutter musste zweimal die Prognosen senken, auch FMC ruderte zurück. 2019 soll deshalb ein Jahr der Investitionen werde. Der größte Batzen fließt in die Dialysetochter, die derzeit mit der Integration des übernommenen Heimdialyse-Anbieters NxStage zu tun hat. Zudem will FMC die Kapazitäten in China ausbauen.

la/dpa

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