Edel-Fahrräder Die elf besten neuen Räder für die Stadt

Neue Fahrräder für die Stadt sind ein Schwerpunkt der wichtigsten Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen. Hier sind die elf besten Räder für Stadtmenschen - vom pedalierenden Flaneur bis zum pragmatischen Pendler.
Wer ins Büro radelt, hat wahrscheinlich eher ein Lächeln auf dem Gesicht als der, der in einer vollbesetzten U-Bahn stehen muss.

Wer ins Büro radelt, hat wahrscheinlich eher ein Lächeln auf dem Gesicht als der, der in einer vollbesetzten U-Bahn stehen muss.

Foto: Canyon

Friedrichshafen - Urbanbikes mit und ohne Motor, mit Rädern, die man falten kann, das ist ein Trend der aktuellen Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen (noch bis 30. September). Das Fahrrad erlebt eine Renaissance in den Metropolen. Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge des Velos in der Stadt und steigen vom Auto aufs Fahrrad um oder kombinieren die Bahn und Radfahren.

Auf leichten Rädern aus Carbon oder schmucken Vintage-Racern cruisen sie durch die Straßen. Oftmals sind sie damit schneller unterwegs als mit Auto oder Bahn und kommen meistens auch zufriedener am Ziel an. Denn die Fahrt mit dem passenden Rad hebt die Stimmung auf der Fahrt zur Arbeit.

Hier kommen frisch von der Messe die zehn besten Neuheiten für Pendler und Stadtmenschen.

Roetz_Vigour: Retrorad für die Kurzstrecke

Foto: Andrea Reidl

Mit dem Vintage-Rad Vigour startet man gut in den Tag. Auf einer Strecke von drei bis fünf Kilometern flaniert man damit souverän durch die Stadt. Allerdings sollte man auf dem Weg ins Büro immer ein wenig Zeit einplanen. Denn an der Ampel wird man gerne auf die liebevoll gestalteten Details angesprochen, wie die Buchenholz-Schutzbleche oder die Korkgriffe. Sie runden den typischen Retrolook der Roetz-Räder ab. Wobei Recyling es eher trifft. Die Geschäftsführer bauen Rahmen aus den 60er und 70er Jahren komplett neu auf und kombinieren sie mit nachhaltigen Materialien. Preis: 980 Euro

Velotraum_Speedster: Ein Flitzer fürs morgendliche Training

Foto: Velotraum

Im schlechtesten Sinn ist der Speedster ein Ersatz fürs Rennrad. Im besten Sinn ist es die perfekte Lösung für Radfahrer, die morgens gerne 15 bis 20 Kilometer zügig ins Büro radeln, aber dort im Anzug erscheinen müssen. Auf blanken Kojakreifen macht der Speedster zum einen Tempo, zum anderen federn die voluminösen Reifen die Stöße von der Straße sehr komfortabel ab. Ersatzkleidung kann man gegebenenfalls auf dem Gepäckträger unterbringen, aber bereits die Schutzbleche bewahren Schuhe und Hosenbeine vor Spritzern. Preis: 3600 Euro

Rabeneick_Sherpa Lite Pro: Leichtgewichtiger Schwerathlet

Foto: Canyon

Mit seinen 30 Gängen ist das Sherpa Light Pro auch in hügeligerem Terrain gut unterwegs. Es ist dezent und schnell. Zudem eignet es sich prima für einen Zwischenstopp auf dem Heimweg am Supermarkt. In passenden Satteltaschen lässt sich der Einkauf leicht verstauen. Trotz Vollausstattung wiegt das Rad gerade mal 13,4 kg. Preis: 1299 Euro

Canyon_Commuter: Mit Stil durch den Großstadtdschungel

Foto: Canyon

Traditionell baut Canyon hochwertige Rennräder und Mountainbikes. Das Commuter ist das erste Urbanbike für Pendler - sportlich, puristisch und bis ins kleinste Detail durchdacht. Die Beleuchtung ist vor Vandalismus geschützt im Rahmen integriert und wird per Nabendynamo versorgt. Sämtliche Kabel sind im Rahmen verlegt und die Laufräder sowie der Sattel dank eines kleinen Mechanismus clever gegen Diebstahl geschützt.

Foto: Canyon

Will man die Schrauben öffnen, muss man das Rad erst auf den Kopf stellen. Das Commuter fällt auf. Es liefert Gesprächsstoff bei Geschäftsfreunden, aber macht auch eine gute Figut, wenn man abends damit zur Opernpremiere vorfährt. Preis: 1799 Euro

Italjet_Ascot: Cruiser für Angeber und Liebhaber

Foto: Italjet

Ihre Wurzeln kann die traditionsreiche Motorradmarke Italjet nicht verleugnen. Die Italiener bauen Fahrräder und seit einiger Zeit auch E-Bikes, die sehr an Motorräder aus den 50er und 60er Jahren erinnern. Schnell ist der Fahrer mit dem Ascots sicherlich nicht unterwegs. Aber auf der Kurzstrecke kommt das Chrom und Leder bei gemütlicher Fahrt auch gut zur Geltung. Es ist ein Rad ebenso für Angeber wie Liebhaber. Wer mit mehr Speed unterwegs sein will, kann auch auf die e-Version zurückgreifen. Preis: 3800 Euro

Leaos_Pure: Spielzeug für Techniknerds

Foto: Leaos

Das Leaos ist ein Fahrzeug für technikaffine Schönwetterfahrer. Sein Rahmen ist komplett aus Carbon gefertigt. Die Seitenwände, unter denen sich der Akku verbirgt, können auf Wunsch mit einer Solarfolie verkleidet werden, die dann etwa 20 Prozent des Stromverbrauchs abdeckt.

Foto: Leaos

Das Unisex-Rad mit dem tiefen Einstieg ist ein Rad für leichtbaubegeisterte Kunden, die gerne stilvoll und zügig unterwegs sind. Das Pedelec gibt es in der Variante 25 km/h oder 45 km/h. Preis: 5000 Euro

Tern eLink D7i: Faltrad mit Motor

Foto: Tern

Die Pendler von heute sind multimodal unterwegs. In London boomt seit Jahren der Faltradmarkt. Wer agiles Fahren mag, ist auf flinken Rädern mit den 20 Zoll Reifen gut unterwegs. Mittlerweile wagen einige Hersteller sogar den Spagat und statten die leichten Räder mit Motoren aus. Das Tern eLink D7i gehört dazu. Für Städte mit ebener Topographie ist es ein prima Partner im Berufsverkehr. Ohne Zwischenladung des Akkus schafft der kleine Flitzer mit dem Mittelmotor etwa 40 Kilometer. Preis: 1699 Euro

Velolab_ FP: Flitzer für die Metropole

Foto: Velolab

Leicht und spritzig tourt man mit dem Faltrad "Folding Project", kurz FP, über den Asphalt. Insbesondere für Pendler, die öfter umsteigen müssen, ist das Rad praktisch. Mit einem einzigen Handgriff löst man den Verschluss am Oberrohr und faltet das Rad zusammen.

Foto: Velolab

Dann kann man das Rad schieben. Das Rad gibt es mit und ohne Motor. Wobei die elektrifizierte Variante mit 17,9 Kilo extrem leicht ist. Ein Rad mit dem auch Fahrradkuriere Spaß bei der Arbeit haben. Preis für die e-Version: 3000 Euro, ohne Motor: 1500 Euro.

Klever_B25: Cruisen mit Suchtpotenzial

Foto: Klever

Das B25 von Klever verkörpert Pedelec-Fahren vom Feinsten. In der aufrechten Sitzposition cruist man mit hoher Laufruhe und sehr leisem Motor durch den Verkehr. Das B25 erreicht die 25 km/h sehr zügig. Dank des integrierten Rahmenschlosses am Vorderrad kann man auf dem Weg zur Arbeit mit einem Handgriff das Rad abschließen und schnell beim Bäcker seine Brötchen holen. Das abnehmbare Display blockiert zudem zusätzlich das Hinterrad. Wer nur fünf Kilometer damit zur Arbeit fährt, fährt sicherlich gerne einen Umweg. Preis: 3199 Euro

Riese und Müller Charger 45er GT: Schönwetterflitzer

Foto: Riese und Müller / pd-f

Der Charger GT 45 HS ist ein Flitzer für gutes Wetter. Das schnelle Pedelec mit dem Bosch-Mittelmotor ist ein sportliches Fahrzeug, mit dem der Weg zur Arbeit richtig Spaß macht. Seine Erfinder haben in guter Tradition der Gran Tourismo-Fahrzeuge Geschwindigkeit und Sportlichkeit vereint. Geschaltet wird per Kettenschaltung, für Komfort bei Geschwindigkeit jenseits der 40 km/h und unebener Strecke sorgen Federgabel und Ballonbereifung. Preis: 3999 Euro

Starckbike Snow: Das Schneemobil

Foto: Andrea Reidl

Wenn im Winter Bus und Bahn im Neuschnee stecken bleiben, beginnt für die Fahrer dieses Snow Starckbikes der Spaß. Im Schnee fühlen sich die oberarmdicken Reifen der Fatbikes erst richtig wohl. Kein Wunder. Ihre Heimat ist Alaska. Damit der Fahrer jedoch nicht verschwitzt und rechtzeitig zum Meeting kommt, schiebt der Motor mit. Da bei niedrigen Temperaturen der Akku schneller schlapp macht, hat der französische Designer Philippe Starck ihn in ein Fellimitat verpackt, das erwärmt wird. Starck hat das Rad mit der E-Bike-Manufaktur Moustache entwickelt. Im Frühjahr soll es auf den Markt kommen. Der Preis steht noch nicht fest.

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