Dienstag, 25. Juni 2019

Börse Daimler schiebt Dax ins Plus

Händler an der Börse: Anleger hoffen auf eine Erholung in den USA

Nach seinem Kursrutsch schwankt der Dax weiterhin stark. Dank der deutlichen Kursgewinne von Daimler schafft der Deutsche Leitindex den Sprung in die Gewinnzone. Anleger hoffen auf eine Erholung in den USA.

Frankfurt am Main - Schwache Daten aus der Euro-Zone und ein mauer ZEW-Konjunkturindikator haben am Dienstag den deutschen Aktienmarkt auf ein neues Zwölfmonatstief gedrückt. Der Dax rutschte zeitweise um 1,1 Prozent auf 8723 Punkte ab.

Dank früher Gewinne an den US-Börsen und einer Kursrally der Daimler-Aktie konnte der Dax Börsen-Chart zeigen jedoch seine Verluste im späten Handel wieder ausgleichen und knapp in der Gewinnzone schließen: Am Ende stand für das Börsenbarometer ein Plus von 0,15 Prozent auf 8825 Punkte zu Buche.

Der MDax Börsen-Chart zeigen stieg am Dienstag um 0,7 Prozent auf 15 055 Zähler und der TecDax Börsen-Chart zeigen gewann 0,5 Prozent auf 1150 Punkte.

Bei der Erholung des Dax halfen neben der festeren Tendenz an der Wall Street auch die kräftigen Kursgewinne des Autobauers Daimler Börsen-Chart zeigen. Die Aktien legten zeitweise um rund 5 Prozent zu.

Citigroup und JP Morgan melden Milliardengewinne

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zum Handelsschluss in Europa mit 0,5 Prozent im Plus, nachdem der US-Leitindex am Vortag mehr als 200 Punkte abgegeben hatte. Auch die Nasdaq Börsen-Chart zeigen startete einen Erholungsversuch.

Unter anderem meldete die US-Großbank JP Morgan wieder einen Milliardengewinn, und die Citigroup Börsen-Chart zeigen übertraf mit ihren Zahlen die Erwartungen der Analysten.

Daimler nach Eckdaten stark gefragt

Daimler Börsen-Chart zeigen schossen an der Dax-Spitze um mehr als 4 Prozent nach oben. Der Stuttgarter Autobauer kam im abgelaufenen Jahresviertel in allen Geschäftsfeldern gut voran. Im Schlepptau ging es für die Aktien der Rivalen VW und BMW Börsen-Chart zeigen sowie der Zulieferer Continental Börsen-Chart zeigen , ElringKlinger und Leoni nach oben.

Zu den Verlierern zählten die Aktien des Konsumgüterkonzerns Henkel Börsen-Chart zeigen sowie des Schmierstoff-Herstellers Fuchs Petrolub. Analysten hatten sich in beiden Fällen negativ zu geschäftlichen Aussichten geäußert.

ZEW-Index im negativen Bereich - "Verschlechterung der Lage"

Die Konjunkturdaten für Deutschland und Europa bleiben jedoch mau. Unter den Finanzmarktexperten haben im Oktober erstmals seit Mitte November 2012 wieder die Pessimisten die Oberhand gewonnen. Die Talfahrt der ZEW-Konjunkturerwartungen setzte sich im November beschleunigt fort. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Konjunkturindikator fiel zum Vormonat um 10,5 Punkte auf minus 3,6 Zähler, wie das Institut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf null Punkte gerechnet. Es war der zehnte Rückgang in Folge.

Die befragten Analysten gehen damit mittelfristig von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland aus. Bereits in der Vorwoche hatten schwache deutsche Makrodaten die Angst vor einem Abschwung geschürt und für herbe Verluste im Dax gesorgt.

"Geopolitische Spannungen und die hinter den Erwartungen zurückbleibende konjunkturelle Entwicklung in Teilen der Eurozone sorgen weiterhin für Verunsicherung und trüben die deutschen Wachstumsaussichten ein", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Zudem dürften zuletzt enttäuschende Wirtschaftszahlen zu Auftragseingängen, Industrieproduktion und Außenhandel den zunehmenden Pessimismus verstärkt haben.

la/rei/dpa/rtr

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