Sonntag, 8. Dezember 2019

Bitcoin und Co. legen wieder zu Was die Krypto-Preise treibt


Der Bitcoin notiert so hoch wie seit über einem Jahr nicht mehr, erste Spekulanten wetten schon auf Preise jenseits von 25.000 Dollar: Zwischenzeitlich bereits weitgehend abgeschrieben, hat sich das Flaggschiff der Kryptowährungen zuletzt zumindest in der Gunst von Investoren wieder vorgearbeitet.

Wie die Grafik von Statista zeigt, gilt das für die gesamte Branche: Nach dem deutlichen Knick 2017/2018, als die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen um knapp 80 Prozent einbrach, geht es aktuell wieder aufwärts - von ihren Rekordständen sind Bitcoin et al. noch weit entfernt.


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Als Preistreiber gilt Experten derzeit das soziale Netzwerk Facebook: Der Konzern, zu dem auch die Messenger-App WhatsApp und das Bildernetzwerk Instagram gehören, werkelt an einer eigenen digitalen Währung namens "Libra", zahlreiche namhafte Unternehmen wie Visa, Paypal, Uber und Vodafone sind ebenfalls im Boot. Facebook verfügt insgesamt über etwa 2,3 Milliarden Nutzerkonten.

Facebooks Ankündigung zeige, dass Kryptowährungen nun auch vom Mainstream wahrgenommen würden, sagte ein vom US-TV-Sender CNBC befragter Analyst: Tom Lee vom Research-Unternehmen Fundstrat sieht Bitcoin auf gutem Wege, seine Allzeithöchststände von etwa 20.000 Dollar zu knacken.

Andere Trader sagten dem TV-Sender, das digitale Geld könne als Absicherung gegen Preisschwankungen herkömmlicher Währungen herhalten, etwa wenn sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran beziehungsweise den USA und China auf die Devisenmärkte niederschlügen. Und wie schon beim großen Krypto-Hype 2017 spiele auch jetzt wieder "FOMO" eine Rolle: "fear of missing out", die Angst, das nächste große Ding zu verpassen.

luk

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