Sonntag, 21. Juli 2019

Zweistellige Kursgewinne Diese Tech-Aktien überholen Amazon, Apple und Co

Tech-Börse Nasdaq in New York: Nicht nur Amazon, Apple und Co starten durch.

Ende 2018 taumelten die Tech-Aktien, jetzt sind sie wieder da. Nicht nur Amazon und Co starten durch: Viele weniger bekannte IT-Firmen lassen die Branchengrößen im Aufschwung noch deutlich hinter sich.

Tech-Aktionäre aus Deutschland können derzeit nur sehnsüchtig an die Wall Street blicken: Während der Technologiesektor am hiesigen Aktienmarkt eher mau läuft, stehen die an der amerikanischen Nasdaq Börsen-Chart zeigen gehandelten IT-Werte seit Jahresbeginn einmal mehr an der Spitze eines rasanten Börsenaufschwungs. Bemerkenswert dabei: Zwar haben auch die Kurse von Branchengrößen wie Microsoft Börsen-Chart zeigen, Apple Börsen-Chart zeigen oder Facebook Börsen-Chart zeigen wieder ordentlich zugelegt. Besonders stark entwickelten sich an der Nasdaq aber kleinere Tech-Unternehmen, die viele Investoren kaum im Blickfeld haben.

Die Zahlen, die das belegen, sehen so aus: Seit Beginn des Jahres verzeichnet der US-Tech-Index Nasdaq 100 ein Plus von etwa 18 Prozent. Mit der übrigen US-Börse, gemessen am breiten Index S&P 500, ging es im gleichen Zeitraum um 14 Prozent nach oben.

Schwergewichte wie Amazon, Netflix und Apple erholen sich ...

Getrieben wird der Anstieg des Tech-Sektors einmal mehr von Schwergewichten wie Amazon Börsen-Chart zeigen (plus 24 Prozent Kursgewinn seit Jahresanfang) oder Apple Börsen-Chart zeigen, das am kommenden Montag mit der Präsentation neuer Produkte und Dienste für weiteren Optimismus bei Investoren sorgen könnte (Kursplus in diesem Jahr bislang: ebenfalls etwa 24 Prozent). Die Aktien des Streamingdienstes Netflix Börsen-Chart zeigen, der ebenfalls zum Tech-Bereich gezählt wird, haben sich in den ersten Monaten 2019 sogar bereits um mehr als 40 Prozent verteuert.

Dann sind da aber auch noch Firmen wie Micron Technology. Der Chiphersteller aus Idaho, USA, gab erst in dieser Woche einen erfreulichen Branchenausblick. Das ließ die Aktien des Unternehmens allein am Donnerstag um fast 10 Prozent in die Höhe schießen. Insgesamt verzeichnet das Micron-Papier 2019 bereits ein Kursplus von fast 40 Prozent. Gleiches gilt für die Aktien des Prozessorentwicklers Nvidia Börsen-Chart zeigen oder für den Netzwerktechnik-Hersteller Arista.

…... doch Firmen wie Nvidia, Micron oder Arista marschieren vorweg

Ein weiterer Bereich der Tech-Branche, der zurzeit an der US-Börse für Furore sorgt, ist das Cloud-Computing - und das ist eine Entwicklung, die Fondsmanager Walter Price von Allianz Global Investors bereits seit geraumer Zeit erwartet hat. Price managt den in London börsennotierten Fonds Allianz Technology Trust und ist nach Recherchen von manager magazin der erfolgreichste Techfonds-Lenker der Welt. Im manager magazin sagte er schon vor Monaten den Höhenflug der Cloud-Aktien voraus.

"Dies ist die beste Zeit für Techinvestments seit zwei Jahrzehnten", so der Investmentprofi. Die gesamte IT-Infrastruktur stehe am Anfang eines Umbruchs, wie er nur alle 15 oder 20 Jahre stattfinde. Letztes Mal hätten viele Start-ups an Hardware und Programmen für Server und PCs gearbeitet, die damals die Großrechner weitgehend ablösten. Heute dagegen stehe das Cloud-Computing vor dem Durchbruch bei Firmenkunden. "Das spart Kosten und Kapital, erhöht die Produktivität und bringt ganz neue Möglichkeiten für Produktentwicklung und Service", so Price.

Kein Wunder, dass Price sein Portfolio stark auf das Cloud-Thema ausgerichtet hat. Von den weithin bekannten Tech-Riesen beispielsweise hat er lediglich Amazon und Microsoft im Depot, denn beide mischen im Cloud-Markt kräftig mit.


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Weitere Favoriten von Price haben sich in den vergangenen Monaten ebenfalls prächtig entwickelt: Bei ServiceNow etwa, einem Anbieter von Cloud-Infrastruktur, beträgt das Kursplus seit Jahresbeginn bereits mehr als 40 Prozent. Das Papier von Arista Networks legte seit Januar sogar um annähernd 50 Prozent zu. Arista wird von dem deutschen Tech-Pionier Andreas von Bechtolsheim (Mitgründer Sun Microsystems, frühzeitiger Investor bei Google) geführt und stellt ein Betriebssystem und die Hardware für Cloud-Netzanbieter und Datenzentren der nächsten Generation her - das Steuerungssystem für die Firmen-IT der Zukunft also.

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