Mittwoch, 21. August 2019

Brasilien gegen Deutschland Der Cup der geplatzten Träume

8. Teil: Münchener Flughafen beteiligt sich an "ambitioniertem Ausbauplan" - nach der WM

Flughafen Manaus: Stand der Bauarbeiten im Mai

Die Münchener Flughafengesellschaft, in Brasilien bereits mit Beratungsaufträgen aktiv, zeigt sich stolz über die bevorstehende Beteiligung am Flughafen Belo Horizonte. Das Konsortium übernimmt den Betrieb von der Staatsfirma Infraero im August - nach dem Turnier - , und dann steht nach Angabe der Münchener "ein ambitionierter Ausbauplan" an.

Der Grund ist einfach: Belo Horizonte hat wie die anderen Landeplätze im Land einen Rückstand aufzuholen. An keinem der acht Infraero-Flughäfen wurden die zur WM angekündigten Ausbauten fristgerecht fertig. Auch die bereits privatisierten Anlagen wie Viracopos (mit Münchener Rat) schafften die Deadline nicht - mit einer rühmlichen Ausnahme: Am größten Flughafen Brasiliens Guarulhos bei São Paulo wurde im Mai ein neuer Terminal eröffnet.

In Fortaleza dagegen (zur Erinnerung: der Ort des Spiels Deutschland-Ghana) kündigte die Regierung den Vertrag mit der Baufirma wegen gravierender Verspätungen. Stattdessen entsteht für 90 Tage während der WM eine provisorische Abfertigungshalle hinter Bauplanen.

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