Samstag, 25. Mai 2019

Brasilien gegen Deutschland Der Cup der geplatzten Träume

6. Teil: Rio de Janeiro bekommt immerhin Busspuren ...

Milliarden für den Samba: Transcarioca-Brücke über die Guanabara-Bucht
Getty Images
Milliarden für den Samba: Transcarioca-Brücke über die Guanabara-Bucht

Immerhin eine 39 Kilometer lange Strecke mit eigenen Spuren für eine schnelle Buslinie quer durch Rio de Janeiro konnte Präsidentin Dilma Anfang Juni eröffnen. "Diese Linie gibt mir den Samba", frohlockte sie. Die Fahrzeit vom Flughafen zum Atlantik im Stadtteil Barra da Tijuca soll sich von zweieinhalb auf eine halbe Stunde reduzieren. Allerdings sind die meisten Stationen noch nicht fertig.

Deutsche Kompetenz war für die 1,7 Milliarden Real (550 Millionen Euro) teure "Transcarioca"-Linie nicht gefragt. Den Bau führte der heimische Konzern Andrade Gutierrez. Der hatte zwar mit den für solche Großprojekte typischen Problemen zu kämpfen - Verzögerungen, überzogene Kosten, Ausstieg von Projektpartnern, eine von der Umweltbehörde verlangte Streckenänderung -, das System der separaten Busspuren hat sich aber als pragmatische brasilianische Alternative zu teuren Bahnstrecken durchgesetzt. Mehrere WM-Städte setzen darauf.

Auch einen U-Bahn-Anschluss soll Barra da Tijuca, mit den angrenzenden Bezirken längst zur eigenen Millionenstadt am Strand gewachsen, bis 2016 bekommen. Dann sollen dort die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Bis dahin sollen auch die gewaltigen Bauarbeiten am anderen Ende der Stadt abgeschlossen sein ...

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung