Die besten Reise-Apps Die Welt in der Hand

Mit dem Smartphone in der Hand kommt man durch die ganze Welt - wenn man sich aus dem Wust an Reise-Apps die wirklich nützlichen Programme herausgesucht hat. mmo-Autorin Marika Bent hat das getan und 15 bewährte, praktische und ausgefallene Apps zusammengestellt.
Von Marika Bent
Gewusst wie, gewusst wo: Wer die richtigen Reise-Apps auf seinem Smartphone hat, findet sich überall zurecht.

Gewusst wie, gewusst wo: Wer die richtigen Reise-Apps auf seinem Smartphone hat, findet sich überall zurecht.

Foto: Corbis

Berlin - Mehr als 16.000 Reise-Apps sind derzeit im deutschen Apple-Store verfügbar. Wöchentlich kommen neue dazu. Wer heutzutage auf Reisen geht, kann nicht nur den Flug, die Bahnfahrkarte, ein Hotelzimmer oder den Mietwagen per Smartphone buchen.

Inzwischen gibt es für jede erdenkliche Situation eine App: Boiling Frog gibt Erste Hilfe-Ratschläge, Daily Me holt aus der Ferne die Lieblings-TV-Sendung aufs Telefon und mit Flightradar 24 kann man den Luftraum auskundschaften.

Gar nicht so leicht, angesichts dieser Fülle von Anwendungen eine Auswahl zu treffen. Wir haben uns im App-Store und auf dem Android-Market bei Google Play umgesehen und besonders praktische, beliebte und auch exotische Reise-Apps herausgesucht.

Fazit unserer Tests: Inzwischen gibt es auch hier schon Klassiker, die sich länger bewährt haben. Gerade wer viel geschäftlich unterwegs ist, wird die Vorzüge einer Buchungs-App wie Kayak oder die Offline-Karten von Off Maps 2 zu schätzen wissen.

Besitzer eines iPhones sind bei den Apps nach wie vor im Vorteil: Sie kriegen so gut wie jede Anwendung auf ihr Telefon. Die Android-Fraktion holt zwar auf, doch ist die Auswahl an Reise-Apps für Android-basierte Smartphones noch immer kleiner.

Vergleichen ohnegleichen: Kayak

Kayak ist vor allem im anglophonen Raum äußerst beliebt. In Deutschland funktioniert die Buchungs-App des amerikanischen Technologieunternehmens Kayak Software inzwischen aber auch sehr gut.

Was sie kann:

Auf der Suche nach Flügen, Hotels oder Mietwagen kann man mit dieser Gratis-App die Angebote hunderter Reisewebseiten vergleichen. Das machen andere Such-Apps wie Swoodoo auch, hier jedoch kann man auch buchen. Kayak leitet weiter zur Internetseite des jeweiligen Anbieters. Hat man gebucht, werden die Daten auf dem Telefon gespeichert. Die App für iPhone und Android ist einfach zu bedienen und zuverlässig.

Für wen ist sie geeignet:

Für jeden. Nicht umsonst erhielt Kayak beim renommierten Webby Arward 2011 den "People's Voice Award" in der Kategorie beste iPhone Reise-App. Die Pro-Version für 79 Cent dürfte besonders Schnäppchenjäger und Statistiker erfreuen, denn sie bietet Flugpreisdiagramme von 350 Flughäfen weltweit. Sie zeigen die Niedrig- und Höchstpreisspitzen für die kommenden Monate an. Vielfliegern oder Pendlern dürfte der Preisalarm eine große Hilfe sein: Per Push-Nachricht wird mitgeteilt, welcher Flug auf meiner gewohnten Route gerade der günstigste ist.

Lieblingsfunktion:

Die Beacon-Taste: Am Flughafen wartet ein Abholer, doch man verfehlt sich oder findet den ausgemachten Treffpunkt nicht? Mit Beacon (deutsch: Leuchtturm) kann man den Abholer per MMS oder Email über den aktuellen Aufenthaltsort informieren.

Organisieren leichtgemacht: TripIt

Erfunden von "frustrierten Reisenden" aus dem Silicon Valley, die sich über komplizierte Reiseplanungen im Internet ärgerten. TripIt hat sich zum preisgekrönten Platzhirsch unter den Travel Organizern entwickelt. Die englischsprachige Gratis-App managt Reisedaten auf dem Smartphone. Voraussetzung ist die Registrierung bei TripIt.

Was sie kann:

Man bucht einen Flug oder ein Hotel. Die Buchungsbestätigung samt Reisedaten leitet man per Mail an TripIt weiter. Die Daten werden dem persönlichen TripIt-Konto hinzugefügt, dort verwaltet und automatisch aktualisiert. Außerdem trägt TripIt die Reisedaten automatisch in das eigene Kalenderprogramm ein. Öffnet man die App, sind alle persönlichen Daten sichtbar. Man kann den Flugstatus prüfen, Einchecken und im Notfall nach Alternativflügen oder Hotels suchen.

Für wen ist sie geeignet:

Für Vielreisende, die den Überblick behalten wollen - auch über ihre Meilenkonten. Die App verwaltet persönliche Bonusmeilen von über 75 Anbietern.

Gut zu wissen:

Die Pro-Version für 2,99 Euro ist identisch mit der Gratis-Anwendung. Sie zeigt nur keine Werbung an.

Luftraumanzeiger: Flight Track Pro

Ebenfalls längst ein Klassiker unter den Reise-Apps. Die von Ben Kazez 2008 veröffentlichte App ist ein Verkaufsschlager und nicht ganz billig. 7,99 Euro kostet die Anwendung im Appstore. Sie ist auch für Android-Smartphones erhältlich.

Was sie kann:

Flight Track Pro zeigt den aktuellen Status von Flügen an. Die App informiert den Benutzer über An- und Abflüge, über Verspätungen und Gate-Nummern. Sobald sich etwas ändert, erhält man Push-Nachrichten. Die Anwendung ist mit TripIt verknüpft. Schickt man Flugbuchungsdaten an TripIt, kennt Flight Track Pro sie auch. Die Fluginformationen bezieht Flight Track Pro aus unterschiedlichen Quellen. Unter anderem stammen sie von der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde (FFA), was dazu führt, dass man mitunter schneller über Flugzeiten Bescheid weiß als örtliche Flughafenmitarbeiter.

Für wen ist sie geeignet:

Für Vielflieger, deren zweites Zuhause der Flughafen ist und die auch dann gelassen bleiben, wenn ihre Flight-Tracking App mal einen schlechten Tag hat. Amerikas IT-Guru David Pogue ist übrigens ein großer Fan von Flight Track Pro.

Wer mehr will:

Hobbylotsen, die Spaß am plane spotting haben, können mit der Pro Version von Flightradar24 (2,99 Euro) Luftraumbewegungen in Augmented-Reality-Darstellung verfolgen: Handy vors Sichtfeld und schon zeigt die Radar-App, wo, in welcher Höhe und mit welcher Geschwindigkeit sich gerade Flugzeuge bewegen. Flugnummer, Flugzeugtyp und Reiseziel werden natürlich auch angezeigt. Die Gratis-Version bietet eine Kartenübersicht vom Luftraum, bei dessen Anblick einem ganz schön schwindelig werden kann. Über unseren Köpfen ist ziemlich viel los.

Für Fremde in der Stadt: OffMaps2

Natürlich gibt es Google Maps. Doch da man in fremden Städten nicht unbedingt sofort online geht und das Daten-Roaming nach wie vor teuer ist, heißt die Alternative inzwischen OffMaps 2 - allerdings nur für iPhone/iPad oder iPod-Besitzer.

Was sie kann:

Die App lädt Stadtpläne aufs Telefon. Grundlage sind die Geodaten des Open-souce-Projekts "Open Street Map" (OSM). Die ersten zwei Karten bekommt man kostenlos, Stapel mit drei weiteren Karten kosten dann jeweils 79 Cent. Für 4,99 Euro erhält man eine Flatrate und so viele Karten, wie man möchte. OffMaps ist mit Wikipedia verlinkt, so dass man Kurzinfos zu Straßen, Plätzen und Gebäuden bekommt. Ist man online, kann man sich per GPS orten und den aktuellen Standpunkt mit Kompassanzeige einblenden lassen. OffMaps hat es inzwischen mit diversen Konkurrenten zu tun. Eine beliebte, ebenfalls OSM-basierte, Wikipedia-verlinkte Alternative ist City Maps 2Go.

Für wen ist sie geeignet:

Für die gesamte iGemeinde.

Was machen die anderen?

Android-Besitzern bietet das Projekt OsmAnd (Open Street Maps Android) Karten für den offline-Gebrauch.

Reisetipps vom Profi: Tripwolf

2008 gründete der Österreicher Sebastian Heinzel den Online-Reiseführer Tripwolf. Mit über drei Millionen mobilen Downloads ist Tripwolf inzwischen eine erfolgreiche Guide-App für iPhone und Android-Smartphones.

Was sie kann:

Tripwolf bietet Reisetipps für Städte. Grundlage sind die Marco-Polo-Reiseführer. Die Beschreibungen werden von den Tripwolf-Nutzern mit Hinweisen und Erfahrungsberichten erweitert. Die Starter-App ist zunächst gratis und enthält beispielsweise die Reiseführer Berlin oder Amsterdam samt offline-Stadtplan. Jedes weitere Upgrade mit einer neuen Stadt kostet 4,99 Euro. Die App beinhaltet unter anderem eine Einführung zu jeder Stadt ("Amsterdam - Stadt der Sünde") und listet dann die üblichen Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Essen, Trinken, Einkaufen, Ausgehen auf. Nützlich sind die nutzergenerierten Hinweise zu Orten abseits großer Tourismuspfade. Eine schöne Spielerei ist der Augmented-Reality-Viewer, der einem zeigt, in welcher Richtung und Entfernung eine Sehenswürdigkeit liegt.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, die praktische Reisetipps und das Gefühl, Teil einer Community zu sein, kombinieren wollen.

Wem das nicht reicht:

Wer es edler und recherchierter mag, kann für einzelne Städte inzwischen auf schicke iPad-Apps zurückgreifen. Beispiel: das "Geo-Special - New York" für 7,99 Euro. Neben Reportagen und Porträts bietet diese App Videos, Animationen und andere digitale Accessoires, die mobile Reiseführer heute eben haben müssen. Besonders schön: das 360°-Panorama von New York.

Weltweit Bed and Breakfast: Airbnb

Keine Lust auf Hotel-Standard? Beim amerikanischen Portal Airbnb kann man weltweit nach Privatunterkünften suchen und diese gleich buchen. Die dazugehörige Gratis-App bringt den Marktplatz für Bed&Breakfast in acht Sprachen aufs iPhone und Android-Smartphone.

Was sie kann:

Bei Airbnb findet man die unterschiedlichsten Behausungen an den unterschiedlichsten Orten. Privatpersonen stellen ihre Unterkünfte zur Verfügung. Die Firma wirbt mit exotischen Schlafplätzen wie Baumhäusern, alten Frachtflugzeugen oder Eisenbahnwaggons. Die meisten Unterkünfte in den rund 19.000 Orten haben jedoch vertraute Formen. Einzelzimmer, Studios und komplette Wohnungen sind im Angebot. Öffnet man die App, werden zunächst Themen-Kataloge (etwa "Oui, oui Paris") angezeigt. Airbnb verfügt über eine redaktionelle Betreuung und schaltet nicht einfach nur Inserate frei. Die gezielte Suche mit einem Filter ist sehr einfach. Die Preise der angebotenen Unterkünfte variieren stark. Beispiel Hamburg: Die Spanne reicht vom Studentenzimmer für 20 Euro bis zum Hausboot für 1450 Euro die Nacht. Voraussetzung für eine Buchung ist die Mitgliedschaft bei Airbnb.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, denen Couchsurfing zu intim und die normale Hotelkette zu langweilig ist.

Nachteil:

Die App stürzt leider gelegentlich ab. Die Entwickler basteln hoffentlich dran, denn vom Prinzip her ist die Anwendung sehr schön.

Wenn der Koffergurt spannt: Packing Pro

Hab ich alles? Natürlich nicht. Beim Einpacken vergisst man doch eigentlich immer etwas. Wer sich nicht mehr darüber ärgern will, dass er nachts in einem Londoner Krimskramsladen eine Zahnpasta für 5,99 Pfund gekauft hat, kann auf Packing Pro (2,39 Euro im Appstore) zurückgreifen. Der Finalist beim "Best App ever Award" 2011 hilft beim Kofferpacken.

Was sie kann:

Packing Pro erstellt Packlisten für die Reise je nach Dauer, Ziel oder Zweck des Aufenthaltes. Man packt anhand von Musterlisten. Beispiel: Dreitägige Geschäftsreise einer männlichen Person. Packing Pro listet Kataloge auf ("das Wichtigste", "Kleidung" "Kleinkram") und zeigt Gegenstände an (Führerschein, Socken, Laptop). Je nachdem, was einem wichtig erscheint, macht man ein Häkchen oder drückt auf Löschen. Einem männlichen Geschäftsreisenden empfiehlt Packing Pro beispielsweise die Mitnahme von 50 Visitenkarten, 300 Euro Bargeld, zwei EC-Karten und zwei Kreditkarten.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle iPhone-Besitzer, die nicht gern packen und obendrein vergesslich sind.

Ich packe meinen Koffer...

... und nehme noch eine Taschenlampe mit. Mit der kostenlosen Flashlight.*-App von Appture Inc. reist man künftig nie mehr ohne Taschenlampe: Sie verwandelt das iPhone4 in eine Leuchte, indem das LED-Licht am Telefon dauerhaft angeschaltet wird.

Mobiler TV-Recorder: Daily Me

Die Gratis-App der Berliner Self Loading Content GmbH ist ein mobiler TV-Recorder für iPhone und Android. Aus 600 TV-Sendungen der gängigen Fernsehsender kann man auswählen und sich so seine Lieblingsserie automatisch auf die Speicherkarte senden lassen.

Was sie kann:

Öffnet man die App, erhält man entweder Vorschläge oder sucht selbst gezielt in Rubriken wie "News/Politik", "Autos/Sport", "Comedy" oder "Serien/Filme/Magazine" nach der gewünschten Sendung. Man wird gefragt, ob man "Einschalten" möchte und abonniert somit die jeweilige Sendung. Sobald man eine Internetverbindung hat, lädt die App die Auswahl herunter. Auf diese Art kann man unabhängig vom Aufenthaltsort und der Internetverbindung überall und jederzeit offline eine gewünschte Fernsehsendung gucken.

Für wen ist sie geeignet:

Für eingefleischte Fernsehgucker, die auch fern der Heimat keine Folge der "Heute Show", "Switch" oder "Verbotene Liebe" verpassen wollen. Und für all jene, die im Flugzeug nicht auf das Bordprogramm angewiesen sein möchten oder einfach nur ein bisschen Zerstreuung suchen.

Kellner kommt gleich: Opentable

Die Qual der Wahl bei der Restaurantsuche beginnt nicht etwa bei den Lokalen. Nein, sie beginnt bei der Auswahl der Such-App. Klar, man kennt Qype oder Yelp, hat schon mal Urbanspoon oder Where to Eat benutzt. Sie alle erweisen je nach Ort und Gusto mehr oder weniger gute Dienste. Es ist schwer, hier eine App besonders hervorzuheben. Wir entscheiden uns für Opentable. Warum? Weil man über diese App auch eine Tisch buchen kann, wenn das vielbeschäftigte Personal gerade mal nicht ans Telefon geht.

Was sie kann:

Die kostenlose Opentable-App Deutschland findet mehr 25 000 Restaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei der Suche kann man nach Preis, Küche, Beliebtheit oder Reservierungszeit filtern und zudem einen Blick in die Karte des jeweiligen Lokals werfen. Die App listet Restaurants in der näheren Umgebung auf oder zeigt sie auf einer Karte an. Hat man sich entschieden, kann man auch gleich einen Tisch buchen.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, die gern essen gehen und häufig reservieren.

Ein Nachteil:

Im hiesigen Appstore gibt es die iPhone-Anwendung für den deutschsprachigen Raum. Im Android Market wiederum eine App für USA, Canada und Mexiko. In Großbritannien erhält man die App unter dem Namen Toptable - die Internationalisierung ist also noch ausbaufähig.

Rasten ohne ausrasten: Serways

Mehr als 700 Tankstellen und Raststätten gibt es an deutschen Autobahnen. 90 Prozent von ihnen unterhält die Tank & Rast GmbH. Eine Vielzahl ist mittlerweile zu Serways-Filialen ausgebaut worden. Unter dem gleichen Namen gibt das Unternehmen eine Gratis-App heraus, die einem Informationen über Tank- und Rastorte anzeigt: Service, Gastronomie, Betreiber oder Spezialtankstoffe.

Was sie kann:

Man kennt das ja: Allmählich wird einem die Autofahrt zu lang. Ein richtig guter Espresso wäre nicht schlecht. Doch den gibt es nicht an jeder Raststätte. Mit der Serways-App kann man nach einer ordentlichen Kaffeemaschine an der Autobahn fahnden. Für die jeweilige Route zeigt die App die Espresso-Bar-Betreiber an. Oder Gaststätten, die mehr als nur Hamburger oder heiße Würstchen anbieten. Oder Spielplätze. Oder die Anzahl der Parkplätze.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, die nicht erst am Autobahnschild erfahren wollen, was sie in fünf Kilometern erwartet.

Nachteile

Nur fürs iPhone und nur bei funktionierender Internetverbindung zu benutzen.

Grundsolide Übersetzungen: Dict.cc+

Ja, es gibt den Jourist Weltübersetzer und natürlich den Google-Übersetzer, der inzwischen mit mehr als 60 Sprachen jongliert, Esperanto versteht und dessen Spracherkennung einen sprachlos macht. Wer es aber grundsolide mag und eigentlich auch ganz gern aus dem eigenen Fremdsprachenvermögen schöpft, liebt das Online-Wörterbuch dict.cc und die dazugehörige App. Großer Vorteil: Anders als die App von Konkurrent Leo.org funktioniert dict.cc auch ohne Internetverbindung. Das Wörterbuch wird komplett aufs Telefon geladen. Seit diesem Frühjahr gibt es nicht mehr nur die englisch/deutsche Gratis-App. Neu ist die Plus-Version für iPhone und Android. Sie kostet 2,99 Euro und bietet Übersetzungen in 51 Sprachpaaren - darauf haben viele gewartet.

Was sie kann

Übersetzen, übersetzen, übersetzen. Das Deutsch/Englisch-Wörterbuch verfügt über 889.000 Übersetzungen.

Für wen ist sie geeignet:

Für Anglophile, die Wörterbücher schätzen und sich darüber freuen, dass sie in digitaler Form soviel leichter und die Übersetzungen soviel schneller sind.

Was sie nicht kann:

Dict.cc kann keine Sätze und Wortgruppen übersetzen. Für die Sprachtools braucht man eine Internetverbindung. Viele Nebenfunktionen vom Online-Portal wie der Vokabeltrainer fehlen in der App. Trotzdem gut und zuverlässig für unterwegs.

Never lost in translation: NariTra

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Lost in Translation? Manche Sprachen bleiben ein Buch mit sieben Siegeln. Japanisch ist für die meisten hierzulande so ein Sprach-Exot. Seltsam anzuhören, schriftlich schön anzusehen. Doch wie verständigt man sich bei einem Japan- Aufenthalt am Bahnhof Shinjuku, wenn kaum jemand Englisch spricht und die Schilder einen verwirren? NariTra heißt die Kommunikationsapp des Tokioter Flughafens Narita. Entwickelt wurde sie vom National Institute of Information and Communications Technology, um Japan-Touristen die Verständigung zu erleichtern.

Was sie kann:

NariTra ist eine Speech-to-Speech Übersetzungsapp. Sie übersetzt gesprochene Wörter und auch Sätze vom Englischen ins Japanische und umgekehrt. Sollte die Spracherkennung nicht funktionieren, kann man die Worte von Hand ins Display eintippen. Die App kennt die Namen von Straßen, Plätzen und Sehenswürdigkeiten in Japan. Außer Englisch übersetzt NariTra auch vom Japanischen nach Mandarin und Koreanisch bzw. zurück. Nachteil: Funktioniert nur mit Internetverbindung.

Für wen ist sie geeignet:

Für Japanreisende, die Englisch beherrschen.

Lieblingsfeature:

Die nette Frauenstimme von NariTra.

Erste Hilfe aus dem Smartphone: Boiling Frog

Ein Frosch, der in heißes Wasser geworfen wird, springt heraus. Wird das Wasser allmählich erhitzt, bleibt der Frosch sitzen, bis er kocht. So die Legende, auf die sich die englische Erste-Hilfe-App Boiling Frog beruft: Auf Reisen soll man gerade nicht träge wie der Frosch wichtige Gefahrsignale ignorieren. Wenn's heiß wird, raus aus dem Wasser.

Was sie kann:

Die Gratis-Version "First Aid" für alle gängigen Smartphones enthält einfache Ratschläge für Gefahren- und Unfallsituationen wie die SAFE-Regel (Hilfe suchen - Situation beurteilen - Verletzte retten und betreuen). Die Pro-Version "Reisen" für 79 Cent erklärt Verhaltensweisen in Risikogebieten, bei Entführungen oder Naturkatastrophen. Sie listet gesundheitliche Beschwerden, die dazugehörige Medikation samt Inhaltsstoff und Handelsname sowie Dosis auf und erklärt die jeweilige Erste-Hilfe-Maßnahme. Zur Auffrischung des lang zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurses ist die App nicht schlecht. Man kann aber auch auf ähnliche deutschsprachige Apps wie die der Johanniter zurückgreifen.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, die auf Unfälle oder Notsituationen vorbereitet sein wollen.

Offene Fragen:

Hat man in einer Notsituation tatsächlich den Nerv, das Smartphone zu zücken und eine App zu studieren?

Für die Lieben daheim: Postkarte

Wer gern edle Reliefdruck-Grußpost verschickt, kann die Apple-App Cards benutzen, die mit 4,49 Euro pro Druck, Umschlag und Porto nicht billig ist. Einen einfacher gestalteten, aber ebenfalls netten personalisierten Gruß aus der Ferne kann auch man mit der App Postkarte von Fotopost24.de schicken.

Was sie kann:

Die App versendet mit dem Smartphone aufgenommene Fotos samt schriftlichem Gruß als Postkarte. Die App selbst ist gratis. Der Druck und das Porto kosten 1,49 Euro pro Karte. Bezahlt wird per Paypal. Der Versand erfolgt weltweit entweder noch am selben oder am darauffolgenden Tag.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle iPhone-Besitzer, die an der Idee der Postkarte festhalten, diese aber selbst gestalten wollen.

Faszinierend:

Auf manche konventionell mit der Post gesendete Karte warten die Adressaten mitunter Wochen. Mit der Postkarten-App kann man aus entlegenen Winkeln Grüße schicken, die binnen kürzester Zeit beim Empfänger ankommen. Voraussetzung: eine Internetverbindung.

Für Visitenkartensammler: World Card Mobile

In asiatischen Ländern gehört es zum guten Ton, beim ersten Treffen sofort die Businesscard zu zücken. Auf diese Art verlässt man manche Meetings mit Stapeln von Visitenkarten. Kein Wunder, dass viele Visitenkartenlese-Apps aus Asien kommen. World Card Mobile stammt von Penpower aus Kalifornien. Chef der Firma ist der Chinese Dr. Tsay. Im US-Appstore war die Anwendung lange Zeit auf Platz Eins der Business-Kategorie.

Was sie kann:

Die Pro Version für 5,49 Euro (iPhone und Android) scannt Visitenkarten und überträgt die Daten in den Kontakte-Ordner des Telefons. Die App erkennt 16 Sprachen. Fehler bei der Übertragung lassen sich nachträglich von Hand korrigieren.

Für wen ist sie geeignet:

Für alle, die ihre Jackentaschen, Aktenmappen und Koffer von lose herumfliegenden Visitenkarten befreien wollen, ohne dabei die Kontakte zu verlieren.

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