Städte-Ranking Melbourne ist die lebenswerteste Stadt der Welt

Trotz Euro-Krise gehören deutsche Metropolen zu den lebenswertesten Städten der Welt. Die höchste Lebensqualität wird den Menschen jedoch fernab geboten: in Australien. Gleich fünf Städte kamen unter die Top Ten eines Rankings des Instituts Economist Intelligence Unit.
Melbourne: 15 Kriterien halfen, die Stadt mit der höchsten Lebensqualität zu ermitteln

Melbourne: 15 Kriterien halfen, die Stadt mit der höchsten Lebensqualität zu ermitteln

Foto: Corbis

Sydney - Die australische Metropole Melbourne ist zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt worden und hat damit nach fast einem Jahrzehnt das kanadische Vancouver von dem Spitzenplatz verdrängt. Melbourne führte die Rangfolge mit insgesamt 140 Städten in aller Welt an, die ein Unternehmen der Mediengruppe The Economist veröffentlichte.

Vancouver belegte nur noch den dritten Platz - hinter der österreichischen Hauptstadt Wien. Auch drei weitere australische Städte gehörten zu den Top Ten: Sydney kam auf Platz sechs, Perth und Adelaide teilten sich den achten Platz. "Australien bietet mit einer geringen Bevölkerungsdichte und relativ niedriger Kriminalitätsrate weiter ein paar der lebenswertesten Städte der Welt", erklärte der Leiter der zwei Mal jährlich erscheinenden Untersuchung, Jon Copestake. Trotz des Anstiegs der Lebenshaltungskosten, der durch die Verteuerung des australischen Dollar verstärkt werde, seien diese Städte weiter "hochattraktiv".

Für die Studie der Economist Intelligence Unit wurden Faktoren wie politische und soziale Stabilität, Kriminalitätsrate, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Umwelt, kulturelles Leben und Bildung ausgewertet.

Trotz der Herabstufung von Vancouver braucht auch Kanada sich nicht zu schämen. Toronto und Calgary belegten die Plätze vier und fünf. Als zweite europäische Stadt neben Wien zählte die finnische Hauptstadt Helsinki mit ihrem siebten Platz zu den besten Zehn. Den zehnten Rang belegte das neuseeländische Auckland.

Euro-Krise macht sich bemerkbar

Auch deutsche Metropolen können sich sehen lassen: Hamburg schaffte es auf Platz 14, gefolgt von Frankfurt auf Platz 18 und Berlin auf Platz 22, wie das Institut mitteilte. München liegt in dem 140-Städte-Vergleich auf dem 29. Platz, Düsseldorf auf dem 32.

Paris, die Stadt der Liebe, kam auf Rang 16, zwei Plätze dahinter landete Japans Hauptstadt Tokio. Mit Rang 26 bestplatzierte US-Stadt ist Honululu, London kam auf Platz 53.

Insgesamt hat die Krise der Euro-Zone nach Angaben des Instituts dazu geführt, dass die Lebensqualität in Europa leicht zurückgegangen ist. Vor allem Griechenland muss den Zahlen zufolge einen Rückgang hinnehmen. Athen liegt auf Platz 67 und damit hinter Montevideo in Uruguay und San Juan in Puerto Rico.

Auf den untersten Plätzen mache sich der Arabische Frühling bemerkbar. Tripolis etwa rutschte zum ersten Mal seit Beginn der Untersuchung unter die letzten Zehn und liegt auf Platz 135. An letzter Stelle steht Harare in Simbabwe.

sk/afp/dpa
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