Vor Florida Schatztaucher finden 500.000-Dollar-Ring

Sie suchten nach einer spanischen Galeone - und fanden einen wertvollen Smaragd-Ring: Amerikanische Schatztaucher haben das Schmuckstück im Wert von etwa 500.000 Dollar aus dem Wasser vor der Küste Floridas gefischt.
Wertvolles Stück: Schatzsucher finden Ring

Wertvolles Stück: Schatzsucher finden Ring

Foto: AP/ Florida Keys News Bureau

Key West - Wahrlich ein Schatz, den Schatzsucher beim Tauchen vor der Küste Floridas entdeckten: Auf der Suche nach weiteren Teilen einer im 17. Jahrhundert gesunkenen spanischen Galeone fanden sie einen Smaragd-Ring im Wert von schätzungsweise 500.000 Dollar. Der goldene Ring war offenbar an Bord des Segelschiffs "Nuestra Señora de Atocha" gewesen, das im Jahr 1622 bei einem Hurrikan vor der Inselgruppe der Florida Keys unterging.

Taucher der Schatzsucherfirma Mel Fisher's Treasures fanden den Ring mit dem rechteckigen dunkelgrünen Stein und den eingravierten Initialen VRC am Donnerstag. Einem Sprecher der Firma zufolge basiert die Schätzung des Werts auf der Größe des 2,5 mal 2,7 Zentimeter großen Smaragds sowie dem Wert anderer Edelsteine, die sich an Bord der "Atocha" befanden.

Laut Mel Fishers Website, auf der der Schatzsucher und sein Team den neuesten Fund stolz präsentieren, ist die "Nuestra Señora de Atocha" das wertvollste Schiffswrack, das bisher gefunden wurde. Fishers Team arbeitet nach eigenen Angaben seit 1969 an der Stelle, an der das Wrack liegt - und barg schon etliche Schätze.

Bei dem jetzigen Tauchgang konnte die vierköpfige Besatzung von Fishers "JB Malgruder" auch zwei silberne Löffel sowie zwei weitere silberne Gegenstände bergen. Im März hatten die Schatzsucher bereits einen goldenen Rosenkranz gefunden, im April einen Goldbarren.

"Die neuen Gegenstände wurden nur gut 90 Meter entfernt von der Stelle entdeckt, an der der Rosenkranz und der Goldbarren gefunden worden waren", sagte Andy Matroci, der Kapitän "JB Malgruder". Es sei besonders aufregend, weil sie nun in einen Teil der "Atocha" vordrängen, in dem noch niemand bisher gewesen sei.

Man rechne damit, noch weitere wertvolle Gegenstände zu bergen - in der zweiten Hälfte des Schiffs, die noch nicht entdeckt wurde. "Im hinteren Teil des Schiffs waren die reichsten Passagiere untergebracht, darunter Adelige und Geistliche. Wir schätzen, dass dort noch Funde im Wert von insgesamt mehr als einer halben Milliarde Dollar liegen."

jjc/siu/dapd