Käuferansturm Lady Gaga lässt Amazon-Server abstürzen

Das neue Album von Lady Gaga für 99 US-Cent - das war ein Angebot, welches die Server des Online-Händlers Amazon in die Knie zwang. Viele Kunden mussten auf ihren Download warten - Amazon versprach, die gekauften MP3-Dateien von "Born This Way" ohne Aufpreis nachzureichen.
Lady Gaga: Die junge Musikerin hat offenbar zahlreiche Fans - da kann man auch mal ein Schnitzel als Kopfschmuck tragen

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Foto: MARIO ANZUONI/ REUTERS

New York - Amazon ließ sich die Aktion einiges kosten: Der Online-Händler habe das Album bei Gagas Plattenfirma Universal Music zum üblichen Großhandelspreis von etwa neun Dollar gekauft, berichtete unter anderem das "Wall Street Journal". Der Riesen-Rabatt sollte wahrscheinlich die Aufmerksamkeit für Amazons neuen Online-Dienst erhöhen.

Alle MP3-Dateien, die bei Amazon gekauft werden, landen auch automatisch auf einer virtuellen Festplatte des Online-Händlers und können vom Nutzer über das Internet auf diversen Geräten abgerufen werden. Der Dienst ist bisher nur in Nordamerika verfügbar.

Amazon  hatte damit den Wettlauf um das Angebot eines Cloud-Musikdienstes gewonnen, Google  zog wenig später mit einer eigenen Netz-Festplatte nach. Allerdings hat der große Rivale Apple  im Gegensatz laut Medienberichten bereits mit drei der vier großen Musikkonzerne neue Lizenzverträge für seinen Online-Dienst ausgehandelt. Damit könnte der iPhone-Konzern mehr Funktionen Anbieten.

la/dpa-afx

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