Wetterfolgen Hitze treibt Krankenstand nach oben

Deutschlands Unternehmen müssen Einbußen durch den Hitzejuli verkraften. Die Krankmeldungen schnellen nach oben, viele Bundesbürger nutzen das schöne Wetter aber offenbar auch für spontane Kurzurlaube.
Kurzurlaub im Juli: Arbeitnehmer verreisen vermehrt spontan

Kurzurlaub im Juli: Arbeitnehmer verreisen vermehrt spontan

Foto: DPA

Hamburg - Die Hitzewelle hinterlässt auch in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren. Jedes zweite Unternehmen spürt die Auswirkungen der hohen Temperaturen auf seine Geschäftsstätigkeit. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) unter 229 mittelständischen und großen Unternehmen.

Danach verzeichnen 16 Prozent der Großunternehmen vermehrt Krankmeldungen, im Mittelstand sind es sieben Prozent. Außerdem nutzen viele Beschäftigte das schöne Wetter, um kurzfristig Urlaub zu nehmen. Bei 21 Prozent der Groß- und 16 Prozent der mittelständischen Unternehmen steigt die Urlaubsquote durch spontane Ferien der Mitarbeiter deshalb an.

Allerdings halten sich die Umsatzeinbußen noch im Rahmen: 9 Prozent der Großunternehmen und nur 6 Prozent des Mittelstands sind bisher betroffen. 12 Prozent der mittelständischen Unternehmen verzeichnen derzeit sogar eine hitzebedingte Sonderkonjunktur. Dazu zählen beispielsweise der Getränke- und Textileinzelhandel, Ventilatoren- und Klimaanlagenhersteller.

"Jeder fünfte Befragte berichtete, dass die Betriebsabläufe durch die hohen Temperaturen beeinträchtigt sind", sagt Peter Bartels, Leiter des Geschäftsbereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC. "Die Bandbreite reicht von sinkender Produktivität der Mitarbeiter bis hin zu längeren Maschinenstillstandszeiten aufgrund von hitzebedingten Reparaturen."

kst/pwc
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