Donnerstag, 19. September 2019

Weltmeisterschaft Deutsche erfinden Vuvuzela-Filter

Laut und monoton: Forscher entwickeln Anti-Vuvuzela-Programm

Experten des Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie haben einen Vuvuzela-Filter entwickelt. Dieser schalte den nervigen Lärm bei WM-Übertragungen aus und sorgt für ein trötenfreies Fußballerlebnis - für alle, die das WM-Spektakel an ihrem Computer verfolgen.

Hamburg - Beruhigung für lärmgeplagte Fußballfans: Forscher des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (DIMT) haben ein Mittel gegen die Dauerbeschallung durch Vuvuzela-Tröten gefunden, die offenbar Hunderttausenden die Übertragung der Fußballspiele von der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika verleidet.

Die DIMT-Experten haben eine Software programmiert, die zunächst die typischen Frequenzspektren der Vuvuzelas entferne, sagte der IDMT-Experte Christian Dittmar am Mittwoch. Anschließend werde dieses Dauergeräusch "im Spektralbereich abgezogen" und übrig bleibe die Stimme des Kommentators.

Da ein ganz stilles Stadion gespenstisch klingen würde, könne stufenlos eingestellt werden, wie laut der Jubel und die Fangesänge hörbar bleiben sollen, erläuterte Dittmar. Bei bisherigen Versuchen, den "Wespenschwarm der Vuvuzelas" zum Verstummen zu bringen, sei die Sprachverständlichkeit des Kommentators in Mitleidenschaft gezogen worden. Diese Schwachstelle sei nun beseitigt worden.

Der Weg zur Vuvuzela-freien Übertragung ist aber nicht ganz unkompliziert. Denn das Audiosignal muss durch einen Computer geleitet werden. Das Frauenhofer-Institut stellt die entsprechende Software kostenlos zur Verfügung.

kst/afp

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