Olympia Fischer holt Gold

Der Oberhofer Sven Fischer hat die dritte Goldmedaille für Deutschland gewonnen. Der 35 Jahre alte Zweite von Salt Lake City setzte sich im Biathlon-Sprint über zehn Kilometer gegen die Norweger Halvard Hanevold und Frode Andresen durch.

Turin - Im Rennen seines Lebens hat sich Sven Fischer endlich seinen großen Traum erfüllt. Der Biathlet aus Oberhof gewann am Dienstag bei den Olympischen Winterspielen den zehn Kilometer Sprint und holte sich seine erste Einzel-Goldmedaille. Nach 26:11,6 Minuten erreichte der 35-Jährige völlig erschöpft das Ziel in San Sicario.

Er warf sich in den Schnee und blieb über eine Minute liegen. "Ich habe für mich die Zeit genutzt, um meine Ruhe zu haben. Die werde ich jetzt nicht mehr haben", erklärte Fischer, der sich schon mit der Staffel 1998 und 2002 jeweils Gold gesichert hatte.

In der Höhe von San Sicario verwies er den Norweger Halvard Hanevold auf den Silber-Platz, Bronze ging an dessen Landsmann Frode Andresen. Für die deutschen Biathlon-Herren war es die zweite Goldmedaille im zweiten Wettbewerb in Turin, nachdem Michael Greis aus Nesselwang am Samstag über 20 Kilometer triumphiert hatte. Für das gesamte Olympia-Team war es der dritte Olympiasieg in Turin.

Für Fischers Teamkollegen lief es durchwachsen. Der Ruhpoldinger Ricco Groß wurde Sechster und verschaffte sich eine gute Ausgangsposition für seine Paradedisziplin 12 Kilometer Verfolgung am Samstag. Alexander Wolf aus Oberhof kam auf den 14. Rang. Greis wurde nur 33.

Fischer legte die Grundlage für den Erfolg am Schießstand. Bei zehn Schüssen traf er zehn Mal. Auf der Strecke war er dann nicht mehr zu schlagen. "Ich muss alles erst einmal auf mich wirken lassen", sagte der sechsmalige Weltmeister. "Ich habe mir gesagt, gib, was du kannst", sagte Fischer, der nun sechs olympische Medaillen in seiner Karriere gewonnen hat. "Er hat es verdient", lobte Bundestrainer Frank Ullrich.

dpa

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