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Job & Karriere

Berufseinstieg als Fluglotsin "Ich habe im vergangenen Jahr 126.000 Euro verdient – mit einer Ausbildung"

Olivia Rubelt verdient mit 22 Jahren genug Geld, um Immobilien zu kaufen –ist aber für Hunderte Menschenleben verantwortlich. Was braucht man, um in diesem Umfeld zu bestehen?
Aufgezeichnet von Sebastian Maas
Olivia Rubelt in ihrer Ausbildung

Olivia Rubelt in ihrer Ausbildung

Foto:

privat

Der Start ins Arbeitsleben ist aufregend, anstrengend – und oft ganz anders als geplant. In der Serie »Mein erstes Jahr im Job« erzählen Berufseinsteiger:innen, wie sie diese Zeit erlebt haben. Diesmal: Olivia Rubelt, 22, Fluglotsin in Langen bei Frankfurt am Main .

Mein erstes Jahr im Job

Alle bisherigen Folgen von »Mein erstes Jahr im Job« finden Sie auf unserer Serienseite . Sie haben Ihren Berufseinstieg selbst gerade hinter sich und möchten uns davon erzählen? Dann schreiben Sie uns an SPIEGEL-Start@spiegel.de .

»In der Schule dachte ich, der nächste Schritt wäre auf jeden Fall die Uni – schließlich hatte ich einen Schnitt von 1,2. Rund ums Abi fing ich aber an zu zweifeln. Ich hatte schon Zusagen von mehreren Unis, unter anderem für Jura und Finanzmathematik. Aber ich haderte damit, ob ich wirklich die nächsten Jahre im Hörsaal verbringen wollte. Ich hatte Angst, in der Masse unterzugehen.

Also googelte ich nach außergewöhnlichen Ausbildungsberufen. Die DFS Deutsche Flugsicherung wurde mir weit oben angezeigt. Ohne groß nachzudenken, bewarb ich mich online für die Ausbildung zur Fluglotsin. Mein Papa dachte, ich würde damit später mit leuchtenden Kellen auf dem Rollfeld herumlaufen. Heute weiß er: Als Fluglotsin arbeite ich gar nicht zwingend am Flughafen, sondern auch in den über Deutschland  verteilten Kontrollzentralen. Von dort koordiniere ich per Funk mit den Flugzeugen, wer wo entlang fliegen darf, und warne die Pilot:innen vor Gefahren.

Monatelanges Auswahlverfahren

In der Bewerbungsphase musste ich viele Tests bestehen, etwa zum Reaktionsvermögen und meiner Multitasking-Fähigkeit. Einmal hörten wir eine Stunde lang über Kopfhörer gesprochene Buchstaben, gleichzeitig blinkte vor uns eine Lampe. Wenn sie zweimal kurz blinkte oder ein Laut auf ›e‹ endete, etwa bei ›B‹ und ›G‹, mussten wir einen Knopf drücken. Der Bewerber neben mir ist eingeschlafen – ich glaube, der hat’s nicht geschafft. Zuletzt gab es noch einen medizinischen Check und psychologische Gespräche.

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