Montag, 15. Juli 2019

Rekord bei Baugenehmigungen Deutschland baut - immer noch zu wenig

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie geht davon aus, dass in diesem Jahr etwa 270.000 Wohnungen in Deutschland neu fertiggestellt werden. Benötigt würden jedes Jahr aber 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen, sagen Experten

2. Teil: BDI: Schaffung von günstigem Wohnraum dauert viel zu lange

Mieterbund und der GdW-Bundesverband der Wohnungsunternehmen fordern deshalb mehr öffentliches Geld für den sozialen Wohnungsbau, attraktivere Förderbedingungen und die Überarbeitung gesetzlicher Vorgaben, die das Bauen einschränken.

BDI-Vizepräsident Thomas Bauer und seines Zeichens auch Tiefbauunternehmer schlug am Montag in die gleich Kerbe. Die Schaffung von billigem Wohnraum dauere viel zu lange, und in Deutschland seien viele Menschen auf preisgünstiges Wohnen angewiesen.

Dabei könne eine einfache Wohnung im sozialen Wohnungsbau schon für 1800 Euro pro Quadratmeter (ohne Grundstückkosten) errichtet werden. Auf dem Land könnten Wohnungen sogar inklusive Baugrund für diesen Preis errichtet werden. Dies sei aber nicht in Großstädten möglich.

2016 werden nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) voraussichtlich etwa 270.000 Wohnungen in der ganzen Bundesrepublik fertiggestellt. Darunter befinden sich 55.000 Mietwohnungen, von denen 15.000 bis 20.000 auf den sozialen Wohnungsbau entfielen.

Von den gestiegenen Immobilienpreisen können nach Aussage von Bauer nur die wenigsten Baufirmen profitieren. "Die Preise für Immobilien ziehen nicht an, weil die Baupreise steigen." Sie legten zu, weil Grundstücke fehlten und dadurch die Grundstückspreise stiegen. Auch die Regulierung wie etwa Umweltauflagen verteuerten das Bauen.

rei/afp/dpa

Seite 2 von 2

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung