Donnerstag, 20. Juni 2019

Leipzig vor Berlin, Köln vor München Die zehn besten Städte für Immobilien-Investments - und die drei gefährlichsten

Hat immer noch Potential: die Bundeshauptstadt

8. Teil: Platz 4: Berlin

Berlin: Potenzial in Wedding und Neukölln
Deutschlands einzige Metropole von Weltrang boomt und boomt und boomt. Mehr als ein Drittel aller Zinshäuser in Deutschland wurde 2014 an der Spree gekauft, insgesamt 1516 Objekte. Unter den Käufern waren auch viele ausländische Investoren. Die finden Berlin nämlich immer noch arm aber sexy. Schließlich sind die Quadratmeterpreise dort mit durchschnittlich 2150 Euro im Vergleich zu London, Paris oder New York immer noch lächerlich niedrig. Sie stört es offenbar auch nicht, dass die Mieten nur moderat ansteigen und deshalb die durchschnittlichen Bruttoanfangsrenditen deutliche unter 5 Prozent liegen.

Vor allem Objekte in den Strassen um den Ku'damm sind bei den Investoren extrem begehrt. Hier geht es ebenso hipp und weltstädtisch zu wie in anderen europäischen Hauptstädten. Entsprechend hohe Mieten können die Hausherren in ihren herrschaftlichen Häusern realisieren.

Den berühmten Berliner Flair, leicht abgewrackt aber sehr, sehr cool, finden Investoren eher in den B-Lagen. Der Teil von Wedding, der an Mitte grenzt und im Fachjargon Medding heißt, bietet viel Potenzial. Ebenso aussichtsreich ist ein Kauf im Stephan-Kiez von Tiergarten oder im Neuköllner Schiller-Kiez direkt am ehemaligen Flugfeld Tempelhof. Hier entstehen in ehemaligen Spielhöllen immer mehr Kaffees und Kitas.

Insgesamt ist der Markt in Berlin sehr liquide. Immer wieder kommen Wohnhäuser auf den Markt, da viele Eigentümer Nicht-Berliner sind und sich deshalb nicht emotional an ihre Immobilie gebunden fühlen.

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