Freitag, 19. April 2019

Wohnungskonzern Vonovia macht erstmals Milliardengewinn

Vonovia knackt die Milliarde beim Gewinn

Deutschlands größter Wohnungskonzern hat im vergangenen Jahr dank Zukäufen und steigender Mieten das Ergebnis auf eine Milliarde Euro gesteigert. Der Leerstand ist gering. Im laufenden Jahr will Vonovia rund zwei Milliarden Euro für Neubau und Modernisierung ausgeben.

Vonovia hat dank zweier Übernahmen in Österreich und Schweden im vergangenen Jahr beim Gewinn die Milliarde geknackt. Wie das Unternehmen aus Bochum am Donnerstag mitteilte, kletterte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO I) 2018 um 15,8 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Vonovia Börsen-Chart zeigen traf damit ziemlich genau die Prognosen der Analysten. Die Dividende soll auf 1,44 (Vorjahr: 1,32) Euro je Aktie steigen.

Für 2019 erwartet Vorstandschef Rolf Buch einen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro.

Vonovia ist im vergangenen Jahr mit dem Kauf der BUWOG in Österreich und Victoria Park in Schweden erneut deutlich gewachsen. Inzwischen verwaltet der Konzern fast 400.000 Wohnungen, davon rund 23.000 in Österreich und rund 14.000 in Schweden.


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Der Gesamtverkehrswert beträgt derzeit rund 44,2 (2017: 33,4) Milliarden Euro. Am Jahresende 2018 war der Wohnungsbestand nahezu voll vermietet. Der Leerstand lag mit 2,4 Prozent leicht unter dem Vergleichswert 2017 von 2,5 Prozent.

Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Die Miete erhöhte sich auf 6,52 Euro pro Quadratmeter - das waren rund 4 Prozent mehr als 2017. In Modernisierung, Neubau und Instandhaltung investierte Vonovia fast 1,6 Milliarden Euro. Dieser Betrag soll nach Konzernangaben deutlich auf rund 2 Milliarden Euro steigen.

Dabei hatte Vonovia Ende vergangenen Jahres erklärt, nach Protesten gegen Mieterhöhungen im Zuge von Instandsetzung und Modernisierung von Wohnungen künftig weniger hier zu investieren.

rei/Reuters/dpa

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