Dienstag, 23. Juli 2019

US-Immobilienpreise Flaute im Rust Belt, Silicon Valley hebt ab

6. Teil: Ostküste: Häuser in Manhattan sind nur für Millionäre

Mietblocks in Manhattan: The Rent is Damn Too High
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Mietblocks in Manhattan: The Rent is Damn Too High
An der Ostküste sitzt neben dem alten Geld auch ein Großteil der sozialen Probleme Amerikas. Die eher industriell geprägten Großstädte Philadelphia ( 194.700 Dollar) und Baltimore (236.300 Dollar) befinden sich im langsamen Niedergang, was auch für die Immobilienpreise gilt. Rund um die Hauptstadt Washington hingegen sind die Einkommen höher als irgendwo sonst in den USA. Ein mittleres Haus kostet aktuell 352.800 Dollar, was im Vergleich zu manchen anderen Orten noch erschwinglich erscheint.

Mit 359.400 Dollar sind die Preise in Boston schon nah am historischen Höchststand. Für New York mit 372.700 Dollar gilt das nicht. Doch hier verdeckt das Gesamtergebnis der Metropolregion den Blick auf das Geschehen in der Kernstadt - wie in Detroit, nur unter umgekehrten Vorzeichen.

Der "Immobilien-Porno" mit Spitzenpreisen um 100 Millionen Dollar für Luxusapartments zeigt sich durchaus in der Statistik. Jedes zweite Eigenheim in Manhattan kostet mehr als 1,22 Millionen Dollar. Dieser Wert ist ein Rekord, während die anderen Stadtbezirke noch klar im Minus sind. New York ist zwar eine Mieterstadt, doch auch das hilft wenig. Die mittlere Wohnungsmiete von 3834 Dollar auf der Insel hat mit dazu beigetragen, den nach Umverteilung rufenden Bürgermeister Bill DeBlasio ins Amt zu hieven. Schon länger hat New York auch eine "The Rent is Damn Too High Party".

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