Freitag, 20. September 2019

US-Immobilienpreise Flaute im Rust Belt, Silicon Valley hebt ab

4. Teil: Die Wüstenstädte: Steiles Auf und Ab - und wieder Auf

Baustelle in Phoenix: Zeitweise wurden die Handwerker wieder knapp
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Baustelle in Phoenix: Zeitweise wurden die Handwerker wieder knapp

Der aktuelle Case-Shiller-Index und die Zillow-Datenbank zeigen Las Vegas als Boomtown. Nirgendwo in den USA haben sich Häuser innerhalb der vergangenen zwölf Monate so stark verteuert wie hier: um 23,3 Prozent. Das gab es schon mal. Las Vegas und Phoenix im benachbarten Wüstenstaat Arizona waren das Epizentrum des Immobilienbooms und der folgenden Krise, als die Häuser dort um mehr als die Hälfte an Wert verloren.

Die jahrelange Flaute am Bau und die dank Einwanderung stark wachsende Bevölkerung haben den gewaltigen Angebotsüberhang am Immobilienmarkt wieder in einen Mangel verkehrt, günstige Zinsen helfen bei der Entschuldung. Beide Städte liegen wieder über dem Bundesschnitt von 172.300 Dollar pro Haus.

Die im Mai von Zillow in Las Vegas gemessenen 180.800 Dollar liegen aber immer noch 40,9 Prozent unter dem Höchstwert von 2006. Ob Käufer aus der Zeit der Spekulationsblase ihr Geld je wieder sehen? Phoenix hat den Rückstand mit 195.100 Dollar schon auf 29,1 Prozent begrenzt, dementsprechend hat sich der Aufschwung dort verlangsamt.

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