Montag, 9. Dezember 2019

Architektur Japaner gewinnt Pritzker-Preis

Architekt Shigeru Ban: Wände aus Papier
Shigeru Ban Architects

Er gilt als die höchste Auszeichnung für Architekten: der Pritzker-Preis. In diesem Jahr kann sich Shigeru Ban über die Ehrung freuen. Der Japaner schuf den Hauptsitz der Swatch Group in Japan, ist aber vor allem für seine Katastrophenhilfe-Architektur bekannt.

Chicago - Der japanische Stararchitekt Shigeru Ban erhält den Pritzker-Preis 2014, die höchste Auszeichnung für Architekten. Am 13. Juni soll der Preis in Amsterdam überreicht werden, teilte die Pritzker-Stiftung mit. Nach Gewinnern wie dem Amerikaner Frank Gehry, dem Italiener Renzo Piano und dem Brasilianer Oscar Niemeyer geht der seit 1979 verliehene Preis nun zum zweiten Mal in Folge nach Japan. Nach Toyo Ito im Jahr 2013 ist der 56-jährige Ban nun der siebte japanische Architekt, der die Auszeichnung erhält.

Der Architekt mit Büros in Tokio, Paris und New York würde elegante und innovative Arbeiten für private Auftraggeber schaffen, aber auch seine "kreative Verwendung unkonventioneller Materialien" bei vielen Hilfsaktionen in Krisengebieten einsetzen, hieß es in einer Presseerklärung. Ban entwickelte unter anderem Notunterkünfte in Ruanda, Haiti und auf den Philippinen.

Mit dem Franzosen Jean de Gastines baute er das 2010 in Metz eingeweihte Kunst- und Kulturzentrum Centre Pompidou-Metz. Für den Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group schuf er einen neuen Hauptsitz in Tokio. Er entwarf auch den japanischen Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover. 2009 erhielt er die Ehrendoktorwürde der technischen Universität München. Ban steht für die Verbindung traditioneller japanischer Baukunst mit moderner Architektur. Bekannt ist er vor allem für seine Konstruktionen mit Kartonröhren.

dpa/akn

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