Mittwoch, 24. April 2019

Immobilien in UK Vereinigtes Blasenreich

So lässt es sich wohnen, auch in London: Das Haus "Little Boltons"
Engel & Völkers
So lässt es sich wohnen, auch in London: Das Haus "Little Boltons"

Während in Deutschland die Preise für Wohnimmobilien erst seit zwei Jahren deutlich klettern, steigen sie in Großbritannien bereits seit geraumer Zeit. Wiederholt sich die Geschichte, wächst im Königreich eine Blase heran? Eine Studie sagt: Ja.

Hamburg - Was für ein Jahresende für Investoren, und was für Aussichten für 2014. Vor allem die Politik ist es, die den Kurs der Märkte bestimmen wird, schreibt Andrew Milligan, Head of Global Strategy bei Standard Life Investments. Doch wo geht jene Politik hin? "Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich im Jahr 2014 moderat beschleunigen", nimmt Holger Fahrinkrug, Chefvolkswirt von Meriten Investment Management, die Entwicklung vorweg.

Das Bild für Europa bleibt gemischt: In Italien oder Frankreich zögert die Politik, Reformen anzugehen. Einzige Konstante - die Zentralbanken, die mit Geldinfusionen die Wirtschaften zu stabilisieren versuchen. Entsprechend mahnen Experten überall vor Assetpreisblasen, vor dem Anstieg der Bewertungen einzelner Anlageformen aufgrund der expansiven Notenbankpolitik der Zentralbanken.

Gerade Großbritannien und seine Immobilien weisen wieder entsprechende Warnzeichen auf. Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie der University of Warwick. Dort hat Professor James Mitchell ausgerechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Häuser in bestimmten Gegenden des Königreichs ist, in einer Blase zu schweben.

London hui, Lisburn pfui

93 Prozent, so liest sich der nüchterne Befund für London. Und das ist nur die Spitze einer Entwicklung - denn im ganzen Königreich zeigen sich Blaseneffekte. Auf 77 Prozent beziffert Mitchell die Wahrscheinlichkeit, dass Wohnimmobilien landesweit blasengefährdet sind. Deutliche Ausnahmen von dieser Sturmwarnung sind nur Schottland und Nordirland. Dort liegt der Gefährdungsgrad bei deutlich unter 50 Prozent.. Lisburn pfui, London hui - so ließe sich der Befund der Wissenschaftler herunterbrechen.

"Die Zahlen geben die Wahrscheinlichkeit an, dass die Hauspreise des dritten Quartals 2013 in Relation zu den Einkommen höher waren als der historischen Schnitt, der wiederum vom "fairen Wert" oder "Gleichgewichtswert" abgeleitet wird (zum Beispiel, wenn die Zinsen wieder zum historischen Mittel zurückgekehrt sind)", sagt Mitchell. "Diese Wahrscheinlichkeitsschätzungen werden für jeden der dreizehn Region hergestellt, ausgehend von jenen regionalen Daten die Halifax publiziert."

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