Freitag, 15. November 2019

1120 Euro pro Quadratmeter Kosten für Bauland innerhalb von sechs Jahren verdoppelt

Bauland ist erheblich teurer geworden, das schlägt sich auch auf das Mietniveau nieder

Die teils drastische Verteuerung von Bauland verschärft einer Studie zufolge die Lage auf Mietmärkten in großen deutschen Städten zusätzlich. Von 2011 bis 2017 verdoppelten sich die durchschnittlichen Baulandpreise in den großen deutschen Städten, wie eine Studie des privaten Prognos-Instituts für Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft ergab, die am Donnerstag vorgelegt wurde.

An den sogenannten A-Standorten - Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart - habe der Preis für Bauland im Jahr 2011 bei rund 600 Euro pro Quadratmeter gelegen, im Jahr 2017 bereits bei 1120 Euro. Im Durchschnitt aller Städte und Kommunen seien die Quadratmeterpreise in dem Zeitraum von 130 auf 170 Euro gestiegen.

Das schlage sich auch auf das Mietniveau nieder und sei ein zusätzlicher Preistreiber, sagte Studienautor Tobias Koch von Prognos. Der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten, forderte daher Kommunen, Land und Bund auf, mehr Bauland zu Verfügung zu stellen: "Das Bauland ist der Flaschenhals für jeden Wohnungsneubau."

mg/dpa-afx

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