Mittwoch, 23. Oktober 2019

Trophy-Immobilien Wie Hochglanz-Immobilien Investoren verführen

Knick in der Optik: Die "Tanzenden Türme" an der Reeperbahn in Hamburg

Die "Tanzenden Türme" in Hamburg, die "Gurke" in London: Immobilien mit architektonischer Strahlkraft sind eine echte Verlockung für Investoren - inzwischen sogar in der Provinz.  

Hamburg - Oben ist die Welt ganz still. Die Musik, das Gelächter der Amüsiermeile Reeperbahn; der frische Wind Hamburgs scheint sie davon zu blasen. So, als würde das Bürohochhaus "Die tanzenden Türme" über den Dingen schweben. Leicht und filigran wirkt es, das Bauwerk aus der Feder des Stararchitekten Hadi Teherani inmitten Hamburgs. Trotzdem unterliegen auch solche Gebäude ganz irdischen Gesetzen. Eines davon lautet - wenn es sich als Hingucker vom Rest positiv abhebt, treibt das den Preis.

Damit wird ein Kampf befeuert, der in Deutschlands Städten tobt. Denn Investoren weltweit haben seit geraumer Zeit den lange als langweilig verschrieenen Immobilienmarkt für sich entdeckt. Genauer, Deutschlands Büroimmobilien. Auch andere Typen sind gefragt, Hotels zum Beispiel oder Lagerhallen, im Branchenjargon als Logistikimmobilien bezeichnet.

Doch von beiden gibt es längst nicht so viel wie von Büroimmobilien. Und bei der Geldanlage gilt - das Geld muss investierbar sein. Je größer also ein Markt, umso besser.

So wie bei Deutschlands Büroimmobilien. Um 61 Prozent mehr Geld als im Vorjahr wurde 2013 in Büroimmobilien gesteckt, vermeldet Savills. Das sind rund 13 Milliarden Euro. Auch die realwirtschaftlichen Zahlen wecken Begehrlichkeiten. So ist die Zahl der Bürobeschäftigten - also jener Menschen, die in Büros arbeiten - binnen einer Dekade um 500.000 gewachsen, protokolliert eine Studie der DG Hyp.

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