Montag, 16. September 2019

Die schönsten Luxushotels Paris, mon amour

Luxushotels in Paris: Wohnen mit Blick auf den Eiffelturm
Shangri La Hotels & Resorts

Wo könnte sich Luxus besser genießen lassen als in der Stadt der Liebe, in einer edlen Suite zwischen historischen Metrostationen, feinsten Einkaufsstraßen und erlesenen Gourmettempeln? mmo-Autorin Uta Petersen war in den ersten Häusern von Paris unterwegs. Hier sind ihre Tipps.

The Peninsula Paris

Die Spatzen pfeifen es seit geraumer Zeit von den Pariser Dächern: am ersten August 2014 eröffnet "The Peninsula Paris", nach den Häusern in Shanghai und Hongkong das erste Peninsula in Europa. In der Avenue Kléber im eleganten 16. Arrondissement und "Triangle d'Or", dem goldenen Dreieck. Direkt an der historischen Metrostation "Kléber" und in Rufweite zum L'Arc de Triomphe (nicht, dass man dort allzu viel hören würde). Dazu verlockend nah zu den luxuriösesten Einkaufsstraßen.

200 elegante Gästezimmer, 45 davon sind Suiten, wiederum fünf davon mit eigener Dachterrasse. Neue Standards in Design und Komfort: Alle Bäder sind rund. So groß wie eine Studentenwohnung, dazu ein mehr als geräumiger Ankleideraum. Beige, Grau und Elfenbein bestimmen den Farbton, ein kluges Lichtkonzept lässt bei so viel Eleganz und den Prunk doch noch eine gewisse Heimeligkeit entstehen - wenn der Gast mit der Technik klar kommt.

Der 360 Grad-Blick von der Dachterrasse des The Peninsula Paris über die Stadt der Liebe
The Peninsula
Der 360 Grad-Blick von der Dachterrasse des The Peninsula Paris über die Stadt der Liebe
Interaktive, digitale Tablets anstelle von Reiseweckern auf jedem Nachtschrank erlauben in elf Sprachen mit nur einem Knopfdruck Zugriff auf alle elektronischen Geräte im Raum. Auf die Karten der vier Restaurants, auf ausnahmslos alle Hoteldienstleistungen und auf die TV-Programme. Es darf jedoch - naturellement - auch traditionell zum Telefonhörer gegriffen werden.

Schuhe zum Putzen vor die Tür stellen? Vorbei sind diese Zeiten. Im "The Peninsula Paris" gibt es die Valet-Box, eine unauffällige Tür in der Schrankwand. Klappe auf, Schuhe rein, Klappe zu, Knopf drücken. Ein Signal erklingt, wenn sie gereinigt wieder angekommen sind. Auf wirklich alle Sonderwünsche ist das 500-Personen-Team eingerichtet, auch der junge Chefpatissier Julien Alvarez, wenngleich sein himmlisches Dessert-Angebot eigentlich gar keine Wünsche offen lässt.

Schnappatmung auf der Dachterrasse

Schnappatmung verursacht die Dachterrasse des Beaux-Art Gebäudes. Spektakulär der 360-Grad-Blick über die Stadt. Der Name des Restaurants "L'Oiseau Blanc" soll an das französische Doppeldecker-Flugzeug erinnern, das 1927 bei dem Versuch, den Atlantik zu überqueren, nahe Paris abstürzte und seither verschollen ist. Eine Abbildung findet sich auf dem Geschirr des Restaurants. Ein Nachbau des "Weißen Vogels" hängt an einer Halterung über dem Innenhof. Warum das alles? Hotelbesitzer Sir Michael Kadoorie hat eine große Passion für Fliegerei und Flugtechnik.

1908 erbaut im Stil des Städteplaners Baron Georges-Eugène Haussmann war das heutige "The Peninsula Paris" einst das "Hotel Majestic", Treff von Literaten und Musikern der Belle Époque und in den verrückten 20er Jahren. Dazu gehörten die Tänzerin Josephine Baker und der US-Komponist George Gershwin. Genau hier entstand 1928 sein Orchesterwerk "Ein Amerikaner in Paris". Ein anderer Amerikaner in Paris, Henry Kissinger, verhandelte 1973 in der heutigen Bar Le Kléber den "Pariser Vertrag" zur Beendigung des Vietnam-Krieges.. Zu der Zeit war ein späteres 1800-Quadratmeter-Spa mit 22 Meter langem Indoorpool samt LED-Beleuchtung nicht annähernd vorstellbar.

Marmor, Mosaike, Malereien, Holzvertäfelungen, dazu Veredelungen in Blattgold, feinste Arbeit in jedem Saal und Winkel des Palastes: Die besten Handwerker Frankreichs wurden gerufen, zerstörte oder verloren geglaubte Schätze kamen während der Restauration zum Vorschein. Hohe stuckverzierte Decken in der prunkvollen Lobby, für Anreisende mit dem Auto ein zweiter Eingangsbereich in der Nebenstraße Rue des Portugais. Hunderte handgefertigte Blätter aus Kristall schweben von der Decke - eine zarte Hommage an die flirrenden Blätter der Platanen, die die Avenue Kléber säumen.

Feudaler Fuhrpark

The Peninsula Paris weist den wohl teuersten Autopark eines Hotels auf: ein Rolls-Royce EWB Phantom, zwei Mini-Clubmans, mit denen der Chauffeur sicher leichter einen Parkplatz findet als mit dem restaurierten, feudalen "Rolls-Royce Phantom" II von 1934.

The Peninsula Hotels gehört zu "The Hongkong and Shanghai Hotels Limited". Miteigentümer am Hotelgebäude ist "Katara Hospitality", eine Investorengruppe aus Qatar mit mittlerweile 26 ebenso luxuriösen Immobilien auf der ganzen Welt. Die Ansage von Katara-CEO Hamad Abdulla Al-Mulla lässt keine Zweifel offen: "Wir wollen führende Eigentümer, Entwickler und Betreiber der legendären Hotels auf der ganzen Welt werden", sagt er, "doch bei allem, was wir tun, ist der Respekt vor dem Erbe von größter Bedeutung für uns".

paris.peninsula.com

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