Dienstag, 17. September 2019

Steigende Preise Chinas Immobilienmarkt droht zu überhitzen

Blick auf die chinesische Metropole Guangzhou: Im Oktober stiegen die Immobilienpreise dort um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr

In China steigen die Immobilienpreise weiter rasant an. Jüngsten Daten zufolge haben sich Wohnungen und Häuser in mehreren Großstädten zuletzt erneut drastisch verteuert. Die Sorge um eine mögliche Blasenbildung erhält dadurch neue Nahrung.

Peking - Der chinesische Immobilienmarkt zeigt nach wie vor Anzeichen einer Überhitzung. Nach Daten der nationalen Statistikbehörde vom Montag stiegen die Hauspreise im Oktober in 69 der 70 größten Städte des Landes im Jahresvergleich. Diese Entwicklung zeigt sich bereits seit einem halben Jahr Monat für Monat. Dabei fiel der Oktober-Zuwachs in 16 Metropolen zweistellig aus. Im September hatte die Behörde dagegen nur in 13 Großstädten einen zweistelligen Anstieg im Jahresvergleich ermittelt.

Den stärksten Preisanstieg meldete die Behörde in Guangzhou. In der Millionenmetropole im Süden Chinas schossen die Immobilienpreise im Oktober um 20,5 Prozent zum Vorjahr in die Höhe. In der ebenfalls im Süden liegenden Stadt Shenzhen mit ihrem Status als Sonderwirtschaftszone stiegen die Hauspreise am zweitstärksten mit 20,2 Prozent.

Auf Platz drei liegt laut der Behörde die Wirtschafts- und Finanzmetropole Shanghai mit einem Plus von 17,8 Prozent. In der Hauptstadt Peking stiegen die Immobilienpreise im Oktober um 16,4 Prozent zum Vorjahr.

Chinas Immobilienmarkt gilt wegen der weitgehend unregulierten Schattenbanken als Achillesferse für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Experten schätzen die Gefahren, die von der Immobilienblase ausgehen, als erheblich ein.

Immobilienboom in Deutschland: Verfolgen Sie die Entwicklung von Preisen und Mieten in deutschen Städten mit der Recherchedatenbank von manager magazin online

cr/dpa

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung