Mittwoch, 13. November 2019

Ärger um Bauprojekt in Berlin Amazons Turm wackelt

Edge East Side Berlin: So sollte der neue Amazon-Turm eigentlich aussehen - doch nun gibt es Ärger mit der Stadt

Der Onlinehändler Amazon muss um seine geplante neue Niederlassung in Berlin bangen. Laut übereinstimmenden Berichten des "Tagesspiegel" und des Senders rbb gibt es Ärger beim Bau des geplanten neuen "Amazon-Turms" in Friedrichshain-Kreuzberg, der den Bau verzögern oder in der geplanten Form sogar verhindern könnte.

Dabei schien eigentlich alles ganz klar. Das niederländische Unternehmen Edge Technologies hatte bei den Berliner Behörden den Entwurf eines Turms der Bjarke Ingels Group eingereicht, der bis 2023 mit einer würfelartigen Außenfassade am südlichen Ende der Warschauer Brücke zwischen Tamara-Danz-Straße, East Side Mall, Warschauer Straße und Helen-Ernst-Straße entstehen sollte.

28 der 35 geplanten Etagen wollte der Online-Händler Amazon anmieten, weshalb das Projekt im Volksmund bereits "Amazon-Turm" betitelt wurde. 3400 Beschäftigte, berichtet der "Tagesspiegel", sollten in dem 140 Meter hohen Gebäude Platz finden. Öffentlich zugängliche Dachterasse, Veranstaltungsräume und ein öffentliches Restaurant, die der Senat angeblich zur Bedingung für den Bau gemacht haben sollen, inklusive. Für all das erteilte der Bezirk Anfang September die gewünschte Baugenehmigung.

Doch nun scheint alles anders: Wie der Sender rbb am Montag berichtete, wirft der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg dem Bauherrn Edge Technologies vor, seine Baupläne so geändert zu haben, dass sie nun gegen den "Städtebaulichen Vertrag" verstoßen. Der Bezirk ziehe deshalb in Erwägung, die Vertragserfüllung "konsequent, immer in Abstimmung mit dem Senat, - bis hin zu einer Klage - durchzusetzen".

Grund für die Änderungen ist offenbar auch eine Verkleinerung der Grundfläche um 40 Prozent, die nun offenbar für die benachbarte East Side Mall verwendet werden sollen.

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