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Ein Wandel in der Einstellung gegenüber Kreativität ist entscheidende Voraussetzung für neuartige Problemlösungen Zum gegenwärtigen Stand der Kreativforschung

Oft wird übersehen, daß wir es beim schöpferischen Akt mit einer Erscheinung zu tun haben, die in ganz ungewöhnlichem Maße interdisziplinären Charakter hat. Man müßte eigentlich Verhaltensforscher, Tiefenpsychologe, Neurophysiologe, Marktforscher, Marketingpraktiker, Pädagoge und Philosoph zugleich sein, und zwar jeweils par excellence, denn alle diese Wissensgebiete sind maßgeblich angesprochen. Schon von daher scheint es unwahrscheinlich, daß man jemals das Phänomen Kreativität in den Griff bekommen wird; es wird wohl auf lange Zeit sein Bewenden dabei haben, daß es jeweils nur aus einem bestimmten Gesichtswinkel angeleuchtet wird; dabei kommt es dann stets auf den "Beleuchter" an. Von dieser "Einseitigkeit" kann auch die nachfolgende "Tour d'horizon" nicht frei sein, die aus der Sicht eines philosophisch interessierten Management- und Marketingpraktikers stammt, der eine tiefenpsychologische Ausbildung hat, von der Gestaltpsychologie geprägt wurde und seit zwei Jahrzehnten vor der Aufgabe steht, neue Ideen zu entwickeln und im Markt zu verwirklichen.
Von Rolf Berth
aus Harvard Business manager 2/1980
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