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Identität als Balanceakt zwischen Selbstbehauptung und Anpassung Zehn Thesen zur Gewinnung von Unternehmensidentität

Zu den wohl schwierigsten Aufgaben eines Unternehmens gehört die Gewinnung von Identität in seinen vielfältigen, dynamischen Rollenbeziehungen im gesamten Markt mit divergierenden und zum Teil sich auch gegenseitig ausschließenden Erwartungen. Das Unternehmen sieht sich dabei - will es gegenüber seinen Partnern glaubhaft, zuverlässig und vertrauensbildend erscheinen - folgenden, scheinbar paradoxen Anforderungen gegenüber: Es soll einerseits als ein und dasselbe auftreten, das heißt, sich identisch zeigen und von seinen Partnern wiedererkannt werden und doch auf die verschiedenen Erwartungen eingehen können; andererseits soll es auch Einzigartigkeit und Kontinuität in seinen Handlungen wahren und dennoch wandlungsfähig bleiben. Mit dieser zentralen Frage der Identitätsbildung hat sich vor allem der Sozialwissenschaftler Lothar Krappmann 1) sehr ausführlich beschäftigt. Der Autor dieses Beitrags setzt sich mit Krappmanns Gedanken auseinander und faßt in zehn Thesen zusammen, welche einzelnen Fragen und Bereiche das Unternehmen zunächst erforschen und analysieren muß, will es in Zukunft identitätsbewußter handeln.
aus Harvard Business manager 3/1983
Ernst Maudrich
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