Zur Ausgabe
Artikel 3 / 17
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der mittleren Managementebene ist der Konflikt zwischen Beruf und Familie lösbar Wie Frauen doch Karriere machen

Frauen kosten die Unternehmen mehr als Männer, denn sie bekommen nun einmal die Kinder. Eher und häufiger als Männer riskieren Managerinnen so Brüche und Unterbrechungen in ihrer beruflichen Laufbahn. Schwerer aber als die Wahrscheinlichkeit, daß sich aus diesen Gründen Investitionen in weiblichen Führungsnachwuchs schlechter rentieren, wiegt der Zusammenstoß von männlichen und weiblichen Erwartungshaltungen, geprägt vom traditionellen Rollen Verständnis der Geschlechter. Egal ob Frauen der Familie den Vorzug vor einer stetigen Karriere geben oder ob sie Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen suchen, den Männern mißfällt oft beides: das eine erscheint ihnen "zu männlich", beim anderen vermissen sie "das wirkliche Engagement". Dabei brauchen die Unternehmen angesichts knapper Arbeitsmarktressourcen unbedingt den einen wie den anderen Frauentyp: Die strebsamen Karrierefrauen ohne Familienrücksichten dienen nicht zuletzt Aufsteigerinnen als Leitfiguren. Und die "Karriere-und-Familie-Frauen", mit gezügeltem Ehrgeiz und Freude an der Erziehung ihrer Kinder, können durchaus die Qualität der mittleren Führungsschiene spürbar verbessern. Flexible Arbeitszeitgestaltungen kommen ihnen entgegen.
aus Harvard Business manager 3/1989
Felice N. Schwartz
Zur Ausgabe
Artikel 3 / 17
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel