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Wie Unternehmensphilosophie und Leitbilder visionäre Unternehmen prägen Werkzeug Vision

Von einem Mythos im Management sollten wir uns verabschieden: von der übermenschlich begnadeten, charismatischen Führungspersönlichkeit, die allein - das Unternehmen nach eigenem Bilde formt. Denn die Wirklichkeit sieht anders aus: Für gewöhnlich agieren weder die Topmanager als "einsame Visionäre" noch läßt sich mit dem Stereotyp Charisma der Erfolg echter Spitzenunternehmen erklären. Natürlich waren und sind Leitfiguren wichtig, doch nur m einem ganz bestimmten Sinne: Sie müssen eine sichtbare, glaubwürdige und mitreißende Vision für ihr Unternehmen finden. Und diese wird gestützt von einer alle und alles umspannenden Firmenphilosophie, hintergründig wirkend wie ein "genetischer Code", der jedes Verhalten prägt. Aber erst wenn Management und Belegschaft die Vision verinnerlichen und durch vehementes, unermüdliches Engagement zu erfüllen suchen, dreht das Unternehmen auf den von der Vision gewiesenen Kurs. Die Organisation muß sich visionär ausrichten - indem sie sich ihres Daseinszwecks sowie ihrer Werte und Überzeugungen bewußt wird und diesen angemessen ein Leitbild bestimmt, dem sie dann in ihrem Handeln nach innen und außen folgt. Gewiß, das tägliche Brot muß verdient werden. Doch auf Dauer wird das nur gelingen, wenn eine Vision dem Unternehmen die Chancen zeigt, wie es nicht nur überleben, sondern seine Zukunft aus eigener Kraft gestalten kann.
aus Harvard Business manager 4/1992
James C. Collins, Jerry I. Porras
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