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Wie man die schöpferischen Kräfte der im Unternehmen tätigen Menschen fördert und gemeinsamen Zielen zuführt Werkstatt des Wandels

Seit den Anfängen der Industrialisierung hat sich ein Wandel vollzogen, der sich grob in drei Phasen unterteilen läßt (siehe Abbildung). Die erste Phase brachte die Maschinisierung der Handarbeit, später dann die Automatisierung der Maschinenarbeit. Mit dem Anwachsen der Großbetriebe - der zweiten Phase - begann der Schub der Rationalisierung von Arbeitsabläufen und der Verbesserung der Organisation. Der aktuelle Ausläufer dieses Schubs ist die Computerisierung von Denkarbeit, mit der Folge, daß sich die Büros heute in ähnlicher Weise leeren, wie die Fabrikhallen im Laufe der letzten Jahre. Infolge dieser Umstrukturierung von Arbeitsabläufen und der Zunahme von "Denkarbeit" sind mehr und mehr Menschen in Prozesse der Entscheidungsfindung eingebunden. Dies nennt der Autor die dritte Phase des Wandels. Kennworte dieser Entwicklung sind unter anderem das "Hawthorne Experiment", das "Organizational Development", "Management by Objectives", "Qualitätszirkel" und "partizipativer Führungsstil". Die neue Phase des Wandels, in der wir uns heute befinden und in der Beziehungsfragen gleichgewichtig neben Sachfragen getreten sind, bezeichnet Schnelle daher als Kooperationsphase. Einmal in Gang gesetzt, nimmt jeder grundlegende Prozeß des Wandels seine eigene zeitliche Entwicklung.
aus Harvard Business manager 4/1982
Eberhard Schnelle
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