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Weshalb Unternehmen an aussichtslosen Projekten festhalten Wenn ein Elefant nicht sterben kann

Was bewegt Führungskräfte dazu, ein kostspieliges Vorhaben fortzuführen, obwohl längst jedermann klar sein müßte, daß das Projekt die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen kann und nur Verluste bringen wird? Es muß nicht pure Inkompetenz oder halsbrecherischer Leichtsinn sein, wenn "weiße Elefanten" (wie Entwicklungshelfer wirtschaftlich unsinnige Prestigeprojekte nennen) künstlich am Leben erhalten werden. Die Betroffenen mögen vielmehr aus ihrer Sicht gute Gründe haben, ein zweifelhaftes Unternehmen fortzuführen: Die Finanziers hoffen, wenigstens einen Teil der investierten Mittel zurückzubekommen; die Geschäftsleitung schreckt vor den hohen Kosten eines Projektabbruchs (Entlassungen, Vertragsstrafen, Werkstillegungen) zurück; und die Projektleiter befürchten Status- und Machtverluste oder gar das Ende ihrer Karriere, wenn sie einen Fehlschlag eingestehen. Die Verfasser prüfen vier Maßnahmen, mit denen das Topmanagement verhindern kann, daß sich ein Unternehmen rettungslos in ein finanziell fragwürdiges Projekt verstrickt.
aus Harvard Business manager 4/1987
Barry M. Staw, Jerry Ross
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