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Der Harvard-Klassiker über Mitarbeitermotivation, der sich 1,2 millionen mal verkaufte Was Mitarbeiter wirklich in Schwung bringt

Die landläufige Meinung ist eindeutig: Ein Tritt in den Allerwertesten motiviert niemanden. Wohl aber stimulieren in Aussicht gestellte Anreize. Man biete Mitarbeitern nur mehr Geld oder soziale Leistungen, schaffe ihnen eine angenehme Umgebung, vermindere die Arbeitszeit, offeriere ihnen Sensitivitäts- und anderes Training, erteile Ratschläge und spreche mit ihnen darüber, wie sie im großen und ganzen ms Bild passen. Dann arbeiten sie so, wie die Firma es braucht. Aber stimmt diese Ansicht tatsächlich? Lassen sich durch all diese Aktivitäten Mitarbeiter wirklich motivieren ? Die Antwort heißt Nein. Denn Geld, Sozialleistungen und Bequemlichkeiten aller Art sind lediglich "Hygiene"-Faktoren, die Arbeitsunzufriedenheit hervorrufen, wenn sie fehlen, die aber nicht dafür sorgen, daß Menschen innerlich Auftrieb bekommen und an ihrer Arbeit Spaß finden. Was diesen Auftrieb bewirkt, ist die Anerkennung von Leistung, ist der Stolz auf gute Arbeit, größere Verantwortung, berufliches Fortkommen und die Chance zu persönlicher Entfaltung. Und das Geheimnis von allem heißt Job enrichment. Zu den Maßnahmen der Arbeitsbereicherung zählen: Abbau von Kontrollen (unter Beibehalt von Rechenschaftspflicht), zunehmende Verantwortlichkeit des einzelnen für sein Handeln, Aufteilung der Belegschaft auf vollständig natürliche Arbeitseinheiten und Zu Weisung spezifischer Aufgaben an die Einzelnen, damit sie sich über der Aufgabenerfüllung zu Experten mausern können. Anläßlich seines Wiederabdrucks wurde diesem klassischen HBR-Artikel aus dem Jahr 1968 vom Autor ein retrospektiver Kommentar beigefügt.
aus Harvard Business manager 2/1988
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