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Auf die Kunden eingehen - das sagt sich so leicht und ist so schwer getan Was heißt eigentlich "marktorientiert"?

Viele Unternehmen behaupten von sich vollmundig, stets hätten sie nur ihre Kunden im Blick. Aber ob das auch der Wahrheit entspricht oder ihr wenigstens nahekommt, zeigt sich erst beim genauen Hinsehen: Ist der Firmenchef persönlich an allen wichtigen Entscheidungen, die Kunden direkt betreffen, aufrichtig interessiert? Haben die Leiter der Geschäftseinheiten auch bei der kundengerechten Gestaltung der Produkte anderer Einheiten ein Wörtchen mitzureden? Werden alle Informationen über alte, neue und potentielle Kunden, aber auch Konkurrenten, in sämtliche Teile und Winkel des Unternehmens gestreut? Sind an strategischen und taktischen Marktentscheidungen alle Schlüsselabteilungen beteiligt? Gilt es, ein von allen Betriebsangehörigen gemeinsam getragenes Engagement für eine makellose Marktleistung zu entwickeln? Zudem darf es nie an gesundem Mißtrauen gegenüber Erfolgen fehlen, weil Erfolge auch lahmen können. Eine niemals abklingende Furcht vor Selbstzufriedenheit wird darum zur unentbehrlichen Ingredienz wahrer Marktorientierung.
aus Harvard Business manager 3/1989
Benson P. Shapiro
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