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Vorbildlich führen

aus Harvard Business manager 9/2007

Manager genießen in der Öffentlichkeit gemeinhin einen eher schlechten Ruf. Kein Wunder: Die Berichte über extrem hohe Gehälter, Massenentlassungen und oft ansehnliche Abfindungen trotz Misserfolgen erwecken leicht den Eindruck, bei der Führungselite der deutschen Unternehmen handele es sich ausschließlich um gewissenlose Abzocker. Können Manager Vorbilder sein?

Sie können. Denn jenseits der bekannten Skandale finden sich viele Führungskräfte, die es anders machen. Manager, die die wirtschaftliche Lage in ihren Unternehmen zutreffend analysieren, kluge Entscheidungen fällen und die trotz aller Durchsetzungskraft eher bescheiden auftreten.

Eines der besten Beispiele für diesen Managertyp ist sicher Jürgen Dormann. Der langjährige Chef der Chemie- und Pharmaunternehmen Hoechst und Aventis wollte es mit Anfang 60 noch mal wissen. Als Verwaltungsratspräsident des kriselnden Elektrotechnikkonzerns ABB übernahm Dormann 2002 zusätzlich die operative Verantwortung. In der von ihm selbst auf zwei Jahre befristeten Zeit als CEO baute Dormann den Konzern radikal um, motivierte die Belegschaft zum Neuanfang und schaffte den Turnaround: eine Erfolgsgeschichte, die unter seinem Nachfolger Fred Kindle derzeit ihre Fortsetzung findet.

Was zeichnet Dormanns Auftritt bei ABB aus? Welche Methoden und Führungsinstrumente hat der Topmanager eingesetzt? Die St. Gallener Wissenschaftler Wolfgang Jenewein und Felicitas Morhart haben den Turnaroundprozess bei ABB aus nächster Nähe beobachtet. Sie werteten Dormanns Kommunikation mit den Mitarbeitern aus, führten zahlreiche Interviews, nahmen an Mitarbeiterschulungen und internen Sitzungen der Führungskreise des Unternehmens teil. Warum Jürgen Dormann in ihren Augen "Vorbild für einen neuen Typ von Führungskraft" ist, lesen Sie in unserer Titelgeschichte ab Seite 22.

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