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Wie unterscheiden sich die Ziele und Normen von Topmanagern diesseits und jenseits des Atlantiks? Unternehmenskultur in Amerika und Deutschland

Unternehmenspolitische Entscheidungen beruhen in hohem Maße auf subjektiven Einstellungen der obersten Führungskräfte. Auf der Basis dieser Grundhaltungen werden Ziele und Normen eines Unternehmens formuliert. Ziele geben inhaltlich und zeitlich präzisiert vor, was in einer Firma erreicht werden soll. In Normen kommt zum Ausdruck, warum und wie etwas erreicht werden soll. Ziele und Normen stellen mithin zwei getrennt zu betrachtende, aber die Wertbasis des Unternehmens prägende Faktoren dar. Im Rahmen des Forschungsprojekts "Unternehmens- Bewertungs-System" (UBS) wurde an der Universität Augsburg der Versuch unternommen, Inhalte und Ausprägungen von Zielen und Normen in amerikanischen und deutschen Unternehmen zu erfassen, zu beschreiben und zu vergleichen. Hierzu wurden Topmanager und Mitarbeiter aus insgesamt 22 Auto-, Chemie- und Elektrokonzernen befragt. Dabei stellte sich heraus: Weit mehr als deutsche Firmen haben sich amerikanische einseitig auf ökonomische Ziele festgelegt. Zudem sind Manager m der Bundesrepublik längerfristig orientiert: Eine überraschende Zahl von Führungskräften nannte als obersten Zweck ihrer Tätigkeit den Erhalt des Unternehmens für künftige Generationen.
aus Harvard Business manager 4/1987
Friedrich Hoffmann
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