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Bücher Überflüssige Orakel

Was von trendigen Trendforschern, Megatrends und die Zukunft betreffenden Prognosen zu halten ist.
aus Harvard Business manager 2/2009

Schon 2002 fragte Holger Rust im Harvard Businessmanager, warum Manager viel Geld für die Visionen selbst ernannter Propheten ausgeben. Seine Antwort: um ihre eigenen Ängste zu bekämpfen. In der seither in rasantem Tempo gewachsenen Szene tummeln sich neben den altbekannten renommierten Instituten und Thinktanks von Konzernen auch immer mehr, wie Rust sie nennt, "boulevardeske" Trendgurus, denen es vor allem auf maximale Aufmerksamkeit ankommt.

Rust lässt an den schwarzen Schafen aus der Zunft der Orakler in seinem Buch kaum ein gutes Haar. Er bezichtigt sie, kommerzielle Interessen zu verfolgen, voreingenommen zu sein und Manager in die Irre zu führen. Das Buch schließt mit einem Satz, der die fundamentale Kritik klar zusammenfasst: "Alle Versuche, die Zukunft auf der Grundlage von Trends zu beschreiben, so hübsch und exotisch sie mit-unter erschienen, haben nichts zutage gefördert als Illusionen."

Cornelia Hegele-Raih

RUST, H.: Die Sehnsucht nach Märchen, in: Harvard Businessmanager, Juni 2002, Seite 104, Produktnummer: 200206104.

www.harvardbusinessmanager.de

Rust, H.:

Zukunfts-illusionen

Verlag für Sozialwissen-schaften 2008,174 Seiten, 19,90 Euro

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