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Restrukturierung Besser sanieren in der Krise

Ein strauchelndes Unternehmen neu aufzustellen ist ein Kraftakt. Nur 8 Prozent der Reorganisationen erreichen all ihre Ziele. Sieben Schritte helfen, die Erfolgschancen deutlich zu steigern.
aus Harvard Business manager 2/2021
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Klaus Vedfelt / Getty Images

Die Corona-Pandemie hat unzählige Unternehmen gezwungen, sich in hohem Tempo neu zu organisieren. Wir haben analysiert, wann eine krisenbedingte Reorganisation erfolgreich ist und wann sie scheitert. Wir stützen uns dabei auf unsere 15-jährige Expertise in der Beratung von Unternehmen bei organisatorischen Veränderungen. Zudem half uns eine Datenbank, die Quartz Associates in Kooperation mit der Harvard Business Review (HBR) angelegt hat und in der über 2500 Reorganisationen dokumentiert sind.

Autoren

Peter Buchas ist Managing Director bei Quartz Associates Technologies in Wien, einem globalen Beratungs- und Softwareunternehmen. Der Österreicher ist zuständig für den Quartz Efficiency Driver (QED), ein Softwaretool, das Führungskräften hilft, in Krisen schnelle und konsequente Personalentscheidungen zu treffen.

Stephen Heidari-Robinson ist Mitgründer und Managing Director von Quartz Associates, Visiting Fellow an der Oxford University und Co-Autor des Buches "Reorg – How to Get It Right".

Suzanne Heywood ist Mitgründerin und Chairwoman von Quartz Associates, Managing Director der niederländischen Investmentgesellschaft Exor, Chairwoman und amtierende Geschäftsführerin des Investitionsgüterherstellers CNH Industrial sowie Co-Autorin von "Reorg – How to Get It Right".

Matthias Qian ist Associate bei Quartz und Dozent an der Oxford University. Er beschäftigt sich mit den für maschinelles Lernen notwendigen Algorithmen und ihrer Anwendung auf Alltagsprobleme.

Diese Datenbank zeigt, dass krisenbedingte Restrukturierungen nur in zwei Dritteln aller Fälle einen Nettonutzen bringen. 19 Prozent der Reorganisationen schaden dem Unternehmen sogar, und nur 8 Prozent erreichen alle Ziele innerhalb der geplanten Zeit. Was können Führungskräfte also tun, um die Erfolgschancen zu erhöhen?

Egal ob eine Reorganisation Kosten senken oder das Wachstum anregen soll: Durch unsere Forschungen haben wir sieben Schritte identifiziert, mit denen Unternehmen ihre Chance erhöhen, das angestrebte Ziel in der geplanten Zeit zu erreichen und gleichzeitig die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

1. Handeln Sie schnell, aber immer planvoll

Schnelligkeit ist von entscheidender Bedeutung. Wenn eine krisenbedingte Sanierung länger als sechs Monate andauert, ist die Wahrscheinlichkeit zu scheitern signifikant höher. Denn je länger das Unternehmen braucht, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich das geschäftliche Umfeld ändert (vor allem in einer sich rasch entwickelnden Krisensituation) und das neue Geschäftsmodell hinfällig wird. Dies beobachten wir bei 30 Prozent der krisenbedingten Reorganisationen.

Natürlich bedeutet rasches Handeln nicht, planlos loszulegen. Tatsächlich hat nur ein Drittel der Unternehmen, die in einer Krise sanieren müssen, einen detaillierten Plan dafür ausgearbeitet. Ein weiteres Drittel hat lediglich einen einzigen Meilenstein aufgestellt, den alle Beteiligten erreichen müssen. Das letzte Drittel hat überhaupt keinen Plan. Die Daten zeigen, dass die letzten beiden Gruppen eine viel geringere Erfolgsquote aufweisen. In dem Buch "Reorg: How to Get It Right" (Harvard Business Review Press) erklären wir ausführlicher, wie sich eine Reorganisation erfolgreich planen und umsetzen lässt.

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