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Lieferketten nach Corona Große Pläne, wenig umgesetzt

Leere Regale und Lieferengpässe sollte es nicht wieder geben, das nahmen sich Unternehmen in einer Befragung vor. Was ist ein Jahr später davon umgesetzt worden?
aus Harvard Business manager 3/2022
Foto:

Suriyapong Thongsawang / Getty Images

Sie hatten sich viel vorgenommen: Als die Unternehmensberatung McKinsey im Mai 2020 – kurz nach Ausbruch der Pandemie – Einkaufsverantwortliche nach ihren Plänen für eine Überarbeitung ihrer Lieferketten fragten, da war der Eifer groß: 93 Prozent kündigten an, ihre Supply Chain künftig flexibler, agiler und resilienter zu gestalten. Doch was hat sich seitdem getan?

Dieser Frage ist das Studienteam ein Jahr später nachgegangen. In einer erneuten Umfrage ermittelten sie zwar, dass sich bei 92 Prozent der Befragten etwas verändert hatte – nur nicht immer das, was sie geplant hatten.

So investierten Unternehmen deutlich weniger als geplant in die Resilienz ihrer Lieferketten, etwa indem sie Zulieferernetzwerk und Produktion ins nahe gelegene Ausland holten (Nearshoring) oder in der eigenen Region aufbauten. Stattdessen stockten sie vor allem ihre Lagerbestände auf – eine wenig nachhaltige Strategie.

Was Unternehmen vorhatten ... und was sie umsetzen

in Prozent der Befragten

In der Automobil-, Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungsindustrie hatten 2021 nur 22 Prozent ihre Produktion regionalisiert, obwohl mehr als drei Viertel von ihnen diesen Ansatz priorisiert hatten. Nachhaltiger bauten dagegen Unternehmen der Gesundheitsbranche ihre Supply Chain um: 60 Prozent von ihnen setzten nun auf regionale Zulieferer; 33 Prozent haben auch ihre Produktion näher an die Endmärkte herangeholt.

Ausgabe März 2022

Consulting nach Corona

Weniger Glanz, mehr Substanz

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Dieser Artikel erschien in der März-Ausgabe 2022 des Harvard Business managers.

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