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Podcast Team A Heul doch!

Während CEOs Nahaufnahmen ihrer Tränen auf Social Media posten, hören Frauen im Job nach wie vor, sie seien zu emotional. Microsoft-Managerin Magdalena Rogl spricht im Podcast über Gefühle in der Arbeitswelt und die richtigen Grenzen.

"Tränen und Emotionen gehören zur Arbeit, wir sollten sie nicht verstecken", sagt Magdalena Rogl, Diversitäts- und Inklusionsmanagerin bei Microsoft Deutschland. Sie habe früher selbst oft zu hören bekommen, sie sei zu emotional. So begann die Recherche für ihr Buch "MitGefühl: Warum Emotionen im Job unverzichtbar sind". In der hierarchisch geprägten Leistungskultur von Unternehmen sei die menschliche, die emotionale Komponente lange vernachlässigt worden.

"Es geht nicht darum, Emotionen ungefiltert auszuleben – weder als cholerischer Chef noch als emotionale Kollegin, die ständig weint", sagt Rogl im Podcast Team A. "Ich will Mut machen, Gefühle bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und für die Arbeit zu nutzen."

Seit Daniel Goleman die Begriffe emotionale und soziale Intelligenz  geprägt hat, sind immer mehr Studien hinzugekommen, die klar belegen: Erfolgreiche Führungskräfte können überdurchschnittlich gut mit Emotionen umgehen und darauf reagieren. Sie finden besseren Zugang zu ihren Mitarbeitenden, können Beziehungen und Vertrauen aufbauen. Das schlägt sich am Ende auch in höheren Umsätzen fürs Unternehmen nieder, wie Goleman vorrechnete.

Soziale Skills werden wichtiger

Im Alltag fühlen sich viele Führungskräfte von Emotionen überfordert, etwa wenn Mitarbeiter weinen. Sie ignorieren die Situation oder versuchen, das Problem direkt zu lösen. Beides ist falsch. Gutes Selbstmanagement bedeutet in solchen Fällen, dass wir unsere eigenen Emotionen kontrollieren können und so reagieren, wie es am sinnvollsten ist. In den meisten Fällen sind dies kurze und unterstützende Sätze .

Experten sind sich einig: Soziale Skills werden künftig noch wichtiger und über Karrieren entscheiden. "Für Innovation ist Empathie eine wichtige Grundlage. Um Neues zu entwickeln, muss ich mich schließlich in die Zielgruppe hineinversetzen", sagt Rogl. "In Zukunft werden wir öfter gemeinsam mit Robotern arbeiten. Umso wichtiger wird es sein, die eigenen Gefühle und die unserer Kolleginnen und Kollegen zu erkennen und empathisch zu sein. Denn das unterscheidet uns von künstlicher Intelligenz."

Im ehrlichen Führungspodcast Team A sprechen die Chefredakteurinnen Antonia Götsch (Harvard Business manager) und Astrid Maier (Xing News) alle zwei Wochen mit Managerinnen und Managern, Gästen aus der Wissenschaft und dem Sport über Führung, Strategie und Management. Team A erscheint vierzehntäglich hier sowie auf Spotify   und Apple  im Podcast

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