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Fragen für Führungskräfte Härtetest für Ihre Strategie

Krisen decken strategische Schwächen auf. Aber erkennen Sie entscheidende Schwachpunkte in Ihrem Ansatz auch zu Boomzeiten? Und wissen Sie, auf welche Punkte es besonders ankommt? Sieben Fragen helfen Ihnen herauszufinden, ob Ihre Richtung stimmt.
aus Harvard Business manager Edition 1/2020
Illustration: Patrick Mariathasan für Harvard Business Manager

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Peter Drucker sagte einmal: "Die gravierendsten Fehler kommen nicht durch falsche Antworten zustande. Viel gefährlicher ist es, die falschen Fragen zu stellen." In den vergangenen 25 Jahren habe ich in den verschiedensten Unternehmen und Branchen untersucht, welche Faktoren für eine erfolgreiche Strategieumsetzung verantwortlich sind. Dabei habe ich sieben Fragen herausgearbeitet, die sich jede Unternehmensführung stellen sollte. Wenn das Topmanagement eines Unternehmens auf diese Fragen überzeugende Antworten geben kann, kann es davon ausgehen, dass die Grundzüge der Strategieumsetzung stimmen.

Die Fragen mögen trivial erscheinen, aber sie sind zum Teil mit schwierigen Entscheidungen verbunden, deren ganze Tragweite nicht immer von Anfang an ersichtlich ist. Die ersten beiden Fragen zielen auf klare Prioritäten. Die nächsten beiden prüfen anhand von Leistungstreibern und -beschränkungen, wie gut Sie sich auf diese Prioritäten konzentrieren. Die Fragen fünf und sechs ergründen, ob Sie kreative Spannung und kreatives Engagement bewusst fördern. Und die letzte Frage betrifft Ihre Fähigkeit, die Strategie im Lauf der Zeit immer wieder anzupassen. Sehen wir uns die sieben Fragen im Einzelnen an, damit Sie prüfen können, wie Sie und Ihre Strategie abschneiden.

Kompakt

Die Erfahrung
Wie erkennen Manager die größten Schwächen in ihrer Strategie - und das nicht nur in Krisenzeiten, sondern lange vorher? Seit über 25 Jahren forscht Robert Simons zu Strategieimplementierung. Die Essenz seiner Erfahrungen: Durch einen Test mit nur sieben Fragen können Topmanager zuverlässig beurteilen, ob sie mit ihrer Strategie richtig liegen.

Die sieben Fragen
Topmanager können damit Unklarheiten und Ineffizienzen in ihrer Strategie aufdecken:
1. Haben Sie sich auf eine Hauptkundengruppe festgelegt?
2. Welche Interessengruppe ist am wichtigsten: Aktionäre, Mitarbeiter oder Kunden?
3. Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Kennzahlen?
4. Sagt Ihre Strategie, was Sie lassen sollten?
5. Wie schaffen Sie kreative Spannung?
6. Fördern Sie Teamwork?
7. Wie lauten die Zukunftsfragen Ihres Unternehmens, die Sie nachts nicht schlafen lassen?

Frage 1: Wer ist Ihr wichtigster Kunde?

Eine klare Definition des wichtigsten Kunden ist deshalb so entscheidend, weil die Ressourcen möglichst konzentriert eingesetzt werden sollten. Das Prinzip ist simpel: Sie sollten sämtliche verfügbaren Ressourcen in erster Linie dafür nutzen, die Anforderungen Ihres Hauptkunden zu erfüllen und – wenn möglich – noch zu übertreffen.

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McDonald's ist ein gutes Beispiel. Die 32.000 Restaurants der Burger-Kette bedienen jeden Tag mehr als 58 Millionen Kunden. Kein anderer Einzelhändler ist je so stark gewachsen wie McDonald's in seiner über 50-jährigen Firmengeschichte. Der Schlüssel zum Erfolg waren ein klares Bekenntnis zu einem Hauptkunden und ein Gespür dafür, wann diese Entscheidung revidiert werden musste. In den 80er und 90er Jahren betrachtete McDonald's nicht die Restaurantbesucher als wichtigste Kundengruppe, sondern die Immobilienunternehmen und Franchisenehmer, die die Schnellrestaurants betrieben. McDonald's konnte jährlich bis zu 1700 neue Restaurants eröffnen, weil die meisten Ressourcen in zentrale Konzernfunktionen flossen, die sich um Immobilienentwicklung, Franchising und Beschaffung kümmerten.

2003 kam die Trendwende: Flächenbereinigt begann der Umsatz zu schrumpfen. Auf gesättigten Märkten weltweit waren die Verbraucher des ewig gleichen McDonald's-Angebots überdrüssig. Diese Krise veranlasste den damals neuen Konzernchef Jim Cantalupo, eine grundlegende Richtungsänderung vorzunehmen. "Der neue Boss bei McDonald's ist der Endkunde", lautete von nun an die Devise.

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