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Bei schmaler Firmenkasse müssen phantasievolle Vergütungsregelungen her So locken Jungunternehmen Spitzenkräfte

Gründerfirmen stecken in einer unangenehmen Zwickmühle: Sie sind auf hochqualifizierte Mitarbeiter dringend angewiesen, stehen finanziell aber oft mit dem Rücken zur Wand und können bei der Bezahlung mit etablierten Großunternehmen nicht mithalten. Darum müssen sie ihre Möglichkeiten - vor allem unter den Kriterien Liquidität, Steuerbelastung, Rechnungslegung und Verhalten der Wettbewerber - sorgfältig wägen und auf flexible Lösungen sinnen. In fast allen Fällen haben sich Eigentumstitel als entscheidendes Instrument erwiesen, um die Kluft zwischen dem Marktwert fähiger Kandidaten und den begrenzten Firmenmitteln zu überbrücken. Viele Gestaltungsformen sind möglich, wenn Gründer wählen müssen, ob sie ihr Eigentum mit ihren neuen leitenden Mitarbeitern teilen, ob sie wirkliche oder Scheinaktien ausgeben und welche Art von Optionen sie offeneren wollen - ganz abgesehen von bestimmten kreativen Sozialleistungen. Aber selbst wenn sich später dann Aufschwung und Stabilisierung einstellen, sollten die Gehalts- und Sozialleistungen nicht gleich angehoben werden - dafür ist allemal noch Zeit.
aus Harvard Business manager 3/1989
Joseph S. Tibbetts, Edmund T. Donovan
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