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Fehlt es an Vertrauen und Offenheit, dann bekommen Vorgesetzte vieles nicht mit Sind Sie ein wohlinformierter Chef?

Jeder weiß darum, wie wichtig es ist, Probleme früh zu erkennen und rechtzeitig zu lösen. Und sicher wäre es am besten, wenn Mitarbeiter ihre Chefs unverzüglich und ohne Scheu informierten, sobald irgend etwas Wichtiges schiefzulaufen droht. Freilich müßten dann auch eigene Fehler und (heikler noch) Fehler der Vorgesetzten zur Sprache kommen. Aber solche Aufrichtigkeit ist eine Sache gegenseitigen Vertrauens, und davon gibt es in hierarchischen Organisationen meist nicht genug. Zudem: Selbst Vorgesetzte, die sich recht umgänglich zeigen, bleiben doch immer die Richter über Leistungen und Pannen ihrer Mitarbeiter. Gleich wohl liegt es vor allem an den Führungskräften, wenn keine vertrauensvollen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen herrschen - trotz aller naturgegebenen Grenzen, die rückhaltloser Objektivität und Offenheit gesetzt sind. Den Autor beschäftigen jene besonderen Talente und Fähigkeiten bei Führungskräften, die über die Entwicklung einer innerbetrieblichen Vertrauensbasis und damit über das Maß an freimütigem Informationsaustausch zwischen oben und unten entscheiden.
aus Harvard Business manager 4/1989
Fernando Bartolomé
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