Leadership im Podcast Team A Wie gehe ich mit Angst im Team um?

Erst die Corona-Pandemie, jetzt der Krieg in der Ukraine. Viele Mitarbeitende sind erschöpft und von Sorgen belastet. Was sollten Führungskräfte tun, wenn Mitarbeiter ihre Ängste nicht mehr in den Griff bekommen? Eine Expertin für mentale Gesundheit gibt Tipps.

Immer mehr Menschen entwickeln derzeit Angst- und Belastungsstörungen – was sich auch auf das Miteinander im Büro auswirkt. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei und lang nicht verarbeitet, jetzt kommt noch der Krieg in der Ukraine hinzu: "Im Moment drehen sich 80 Prozent unserer Beratungsgespräche um das Thema Krieg", sagt Reinhild Fürstenberg, Chefin des gleichnamigen Instituts für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz im Team A Podcast. Führungskräfte seien deshalb "gut beraten, dem Thema Krieg in der Ukraine einen Platz im Team einzuräumen", sagt die Expertin für mentale Gesundheit weiter.

Team A - Der ehrliche Führungspodcast

Astrid (Maier, Xing-Chefredakteurin) und Antonia (Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business manager) - deshalb Team A - leiten seit Jahren Teams. Sie sprechen alle zwei Wochen mit Gästen aus Unternehmen und Universitäten offen über starke Führung und das, was Managerinnen und Manager umtreibt.

Alle Folgen

Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie gedrückte Stimmung im Team bis hin zu depressiven Zuständen seien die häufigsten Probleme, mit denen sich Mitarbeitende und Führungskräfte derzeit an das Fürstenberg Institut in Hamburg wendeten. Fürstenberg rät, für das Thema Angst extra Zeit in Meetings einzuplanen, in denen alle ihre Sorgen frei äußern können. In diesen Runden könnten sich zum Beispiel Teamkollegen und Kolleginnen auch gegenseitig Tipps geben, was ihnen im Umgang mit Ängsten hilft.

Zugleich rät Fürstenberg Führungskräften, ihre Teams auch darauf aufmerksam zu machen, was alles gut laufe und wie Arbeit auch einen stabilen Rahmen geben könne: "Es ist wichtig, sich auch auf das zu konzentrieren, was man selbst steuern kann. Und das ist unter anderem die Arbeit. Das ins Bewusstsein von Mitarbeitenden zu rücken, ist gut", so Fürstenberg weiter.

Die wichtigste Aufgabe von Führungskräften sei im Moment dafür zu sorgen, dass das Team im Handeln bleibe: "In dieser Zeit gibt es kaum etwas Wichtigeres, als im Team zusammenzuhalten". Strauchle die Führungsraft selbst mit den Umständen, so sei es unbedingt Zeit, für sich selbst zu sorgen: "Wir müssen in dieser Zeit wirklich etwas dafür tun, damit wir uns mental stabil und gestärkt halten. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr", sagt die Expertin für mentale Gesundheit.

Welche weiteren Übungen und Routinen dabei helfen, Teams in Zeiten der Angst zu führen, hören Sie im Team A Podcast.

Im ehrlichen Führungspodcast Team A sprechen die Chefredakteurinnen Antonia Götsch (Harvard Business manager) und Astrid Maier (Xing News) alle zwei Wochen mit Managerinnen und Managern, Gästen aus der Wissenschaft und dem Sport über Führung, Strategie und Management. Team A erscheint vierzehntäglich hier sowie auf Spotify  und Apple  im Podcast