Podcast Team A Was sind wir, wenn wir ohne Job sind?

Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin der Bunten, musste mit 67 in den Ruhestand – obwohl sie gar nicht wollte. Wie gelingt das Loslassen in einer Führungsposition?
Foto: Uwe Zucchi / picture alliance/dpa
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Ruhestand – lange scheint der Moment, an dem das Berufsleben endet, sehr weit weg, gerade für Führungskräfte. "Wie das wirklich ist, darauf kann man sich nicht vorbereiten", sagt Patricia Riekel, über 20 Jahre lang Chefredakteurin der Bunten. In dieser Rolle war sie Königsmacherin und mit den mächtigsten Politikerinnen, Politikern und Stars im Gespräch.

Mit 67 musste sie vor fünf Jahren in den Ruhestand gehen – wegen einer Altersgrenze im Verlag. Keine Konferenzen mehr mit Kollegen, der vertraute Tagesrhythmus war weg. "Es fühlte sich an, als sei ich aus einem fahrenden Karussell gefallen", sagt Riekel weiter. Andererseits war da auch Euphorie, etwas Neues auf die Beine zu stellen.

"Zunächst habe ich wie viele Menschen den Fehler gemacht, mich dabei zu sehr auf andere zu konzentrieren, mich zu fragen: Wie kann ich der Welt zeigen, mit mir ist noch zu rechnen?"

Den Nachfolger nicht kritisieren

Das Karriereaus kann auch schon vor der Rente kommen, durch eine Erkrankung oder Kündigung. Aber wie gelingt das Loslassen und das Formen einer neuen Identität und gibt es dafür Vorkehrungen, die man treffen kann? Eine gute Partnerschaft  oder Freundschaften spielten eine wichtige Rolle. "Wenn man sich nach 20 Jahren meldet und dann sagt, hier bin ich wieder, ist es definitiv zu spät."

Team A - Der ehrliche Führungspodcast

Astrid (Maier, Xing-Chefredakteurin) und Antonia (Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business manager) - deshalb Team A - leiten seit Jahren Teams. Sie sprechen alle zwei Wochen mit Gästen aus Unternehmen und Universitäten offen über starke Führung und das, was Managerinnen und Manager umtreibt.

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Anfangs fiel es ihr aber schwer, etwa ihren Nachfolger bei der Bunten zu respektieren, räumt Riekel ein. Mit etwas Abstand sehe sie ihr eigenes Verhalten kritisch. "So lange man nicht mit Zuneigung, ja fast mit Liebe auf das Team und seinen Nachfolger gucken kann, so lange hat man sich nicht davon gelöst." Über ihre Erfahrungen hat Riekel dieses Jahr ein Buch geschrieben, weitere seien in Planung.

Wie das Ankommen in einer neuen Phase gelingen kann – nicht nur im Ruhestand – und wie man sich vorbereitet auf einen Abschied vom Job, hören Sie im neuen Team A Podcast.

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Riekel, Patricia

Wer bin ich, wenn ich nichts mehr bin?: Raus aus dem Job und rein in ein neues Leben. Vom Glück, sich im Ruhestand neu zu erfinden

Verlag: Heyne Verlag
Seitenzahl: 288
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