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Karriere Wie Sie ganz nach oben kommen

Für den Aufstieg in die Topliga ist nicht noch mehr Anstrengung vonnöten, sondern ein komplexer Mindshift. Empfehlungen für die letzten Sprossen auf der Karriereleiter.
aus Harvard Business manager 12/2020
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Klaus Vedfelt / Getty Images

Der Kandidat scheint perfekt. Er hat alles, was man für diese Topposition braucht: Kompetenz, Erfolg, Netzwerk. Die Chemie stimmt auch. Der Vorstandsvertrag ist schon so gut wie unterschrieben. Mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden hat er bereits ein persönliches Gespräch geführt. Doch dann geschieht das Unerklärliche: Der Gesprächsfluss stockt und versiegt. Das Unternehmen zieht sich offenbar zurück. Der Headhunter meldet sich zuerst gar nicht, später nennt er seltsame Gründe. Der CEO würde "zurückrufen", wird gesagt. Wochen und Monate vergehen. Nichts passiert. Was ist hier geschehen? Und warum?

Für manche Menschen geht es vom Berufsstart an immer nur bergauf. Sie sind direkt nach dem Studium in den Karriereaufzug eingestiegen. Sie haben auf jeder Etage haltgemacht, sich umgesehen, hart gearbeitet, sind mal gut mit anderen Menschen ausgekommen, mal schlechter. Sie haben keine nennenswerten Fehler gemacht, viel dazugelernt und sie erreichen schon bald das nächste Verantwortungslevel.

Ihr Aufstieg ist bestimmt von großem Können, relevanten Erfolgen für ihre Organisationen und einer resilienten Persönlichkeit, die schnelle Wechsel, gute Kontakte, viele Auslandsaufenthalte und lange Arbeitsstunden möglich macht. Konflikte, Probleme, eine immer größere Führungsspanne und zunehmende Verantwortung meistern sie, indem sie lernen und sich anpassen. Ihre Leistung wird mit Boni, Beförderungen und Privilegien belohnt. Alle Träume scheinen sich zu erfüllen.

Doch kurz vor der Berufung zum Vorstandsmitglied, zum Aufsichtsratsvorsitzenden oder vor dem Durchbruch in der Welt der Medien, der Beratung oder Wissenschaft öffnet sich urplötzlich die Aufzugtür nicht mehr. Das Weiterkommen scheint unmöglich zu sein. Sie bleiben in einem Wartesaal sitzen, im Gefühl des "Ich bin gut, warum erkennt das niemand?" oder der Hoffnung "Ich bin gut und das wird schon noch gewürdigt". Die gängigen Erklärungen für den ausbleibenden weiteren Karriereschritt lauten: Es ist Zufall, dass ich nicht weiterkomme, oder es ist die Schuld der anderen, die meine Qualität nicht erkennen. Wie anders ist es zu erklären, dass dieser unfähige Kollege den begehrten Posten bekommen hat?

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Zu allem Überfluss meldet sich auf einmal die eigene Psyche mit den unverarbeiteten Kränkungen aus der Vergangenheit: sich ausgegrenzt zu fühlen, sich stets beweisen zu müssen oder Aufmerksamkeit nur für Extraleistungen zu erhalten. Zuwendung und Trost finden die Verschmähten bei Beratern oder in der Ratgeberliteratur mit zuweilen simplen Erklärungsversuchen à la "Chefs sind Narzissten", "Das ist nur Erfolgsneid", "Frauen haben es sowieso schwerer" und so weiter.

Kompakt

Das Problem

Aufsteigerinnen und Aufsteiger sind Erfolg gewohnt. Sie haben sich sehr angestrengt, waren resilient und lernwillig, sind mit Boni, Beförderungen und Privilegien belohnt worden. Im Glauben, dass dieser Modus auch für das Erreichen der Topliga gilt, können selbst die besten Führungskräfte einen harten Rückschlag erleben. Sie erhalten die begehrte Position nicht - aus scheinbar unerklärlichen Gründen.

Die Lösung

Die Autorinnen decodieren den entscheidenden Prozess der letzten Meile vor dem Aufstieg in die Topliga. Anstrengung und Leistung helfen jetzt nicht mehr weiter. Stattdessen ist ein komplexer Mindshift nötig. Nun geht es nicht mehr darum, sich selbst in Szene zu setzen, sondern darum, das Erfolgsgefühl anderer Personen positiv zu gestalten. Statt auf sich selbst müssen Managerinnen und Manager den Fokus nach außen richten. Ein neuer Habitus und die Gestaltung wohlwollender, großzügiger Kontakte mit Menschen in der Topliga sind von entscheidender Bedeutung.

Viele großartige Führungskräfte, erfolgreiche Unternehmer oder exzellente Topmanagerinnen kommen an diesem Punkt mit solchen Erklärungsansätzen nicht weiter. Selbst denjenigen, die alles richtig gemacht haben, mangelt es an nachvollziehbaren Erklärungen für ihren Aufstieg – für sie ist ihr Erfolgsverhalten selbstverständlich. So manche spricht dann von anspruchsvollen Zielen, die sie sich mit ihrem Team gesetzt und erreicht habe, ein anderer nennt es pures Glück, so weit gekommen zu sein. Doch was ist das wirkliche Geheimnis des Aufstiegs in die Topliga?

Den meisten ist dieses Geheimnis bislang verborgen geblieben. Wir sind beide Topmanagement-Coaches und beraten seit über 20 Jahren ausschließlich die Spitzenliga. Wir haben diesen Prozess der letzten Meile vor dem Aufstieg in die Topliga decodiert. Mit dem Wissen, das wir hier vorstellen, kann der Durchbruch zum großen Erfolg erklärt und umsetzbar gemacht werden. Ohne diese Erkenntnisse wird es für viele exzellente Topmanagerinnen und Topmanager unmöglich bleiben, bis ganz an die Spitze vorzudringen.

Das Geheimnis

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