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Editorial Schutz vor dem Burn-out

aus Harvard Business manager 5/2010

Krisenzeiten sind Stresszeiten: Mitarbeiter werden entlassen; für alles ist weniger Geld da; neue Aufgaben und Projekte kommen hinzu. Trotz gedrückter Stimmung muss die verbliebene Mannschaft immer mehr leisten. Das geht eine begrenzte Zeit gut und ist in Ordnung, wenn es dem Unternehmen dadurch wieder besser geht. Mancher Manager jedoch scheint Gefallen zu finden an der erhöhten Produktivität seiner Belegschaft. Und zwar so sehr, dass er den Druck aus der Restrukturierung auch im Aufschwung aufrechterhält, ja sogar will, dass noch eine Schippe draufgelegt wird.

Das kann nicht lange gut gehen, sagt Heike Bruch. Die St. Galler Professorin hat beobachtet, dass immer mehr Unternehmen in diese Beschleunigungsfalle tappen. Die Folge: Erst brennen einzelne Mitarbeiter aus, dann kann die gesamte Organisation dem Burn-out erliegen. Bruch analysiert, welche Fehler Manager dabei machen. Sie zeigt anschließend, wie Manager und Mitarbeiter richtig motiviert werden, um nachhaltig hohe Leistung zu bringen. Dazu gehört auch, auf Phasen großer Anspannung wieder Zeiten des "Business as usual" folgen zu lassen. Unsere Titelgeschichte "Wege aus der Beschleunigungsfalle" beginnt auf Seite 26.

Den Mensch in den Mittelpunkt stellt auch der Beitrag von Sylvia Ann Hewlett und Laura Sherbin. In einer unter deutschen Akademikerinnen durchgeführten großen Studie haben die beiden US-Gender-Expertinnen Daten und Fakten über die Karriere von Frauen zusammengetragen. Die Autorinnen prangern Missstände an und geben Unternehmen Empfehlungen, wie diese ihre weiblichen Führungstalente besser unterstützen und stärker von ihnen profitieren können. "Letzte Ausfahrt Babypause" finden Sie auf Seite 52.

Auf Phasen großer Anspannung müssen Zeiten des "Business as usual" folgen. Sonst geraten Unternehmen erneut in Gefahr.

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