Zur Ausgabe
Artikel 16 / 17
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Erfahrungen der British Petroleum Company Projektnachbewertung lohnt sich

Unternehmen, die aus ihren Investitionsvorhaben das Optimum herausholen wollen, sollten die Projekte nach dem Abschluß einer rigorosen und objektiven Prüfung unterziehen, um eventuelle Fehler künftig zu vermeiden. Doch das wird nur selten gemacht. Die britische Ölgesellschaft BP hat daher 1977 auf Konzernebene eine spezielle Abteilung für die Projektnachbewertung ins Leben gerufen - die Post-Project Appraisal Unit (PPA). Ein Team von erfahrenen Analytikern, die nicht an der Planung und Durchführung beteiligt waren, fahndet einige Jahre nach Abschluß eines Projekts systematisch nach den Ursachen, warum das Vorhaben die Erwartungen nicht erfüllen konnte oder vielleicht gerade besonders erfolgreich war. So gelang es dem Ölmulti, die Kosten von Investitionsvorhaben wesentlich genauer vorauszuschätzen, unnötige Risiken auszuschalten, qualifiziertere Lieferanten zu finden und ein effizienteres Projektmanagement einzuführen. Das Topmanagement schreibt den Rekordgewinn von 1,6 Milliarden Pfund, den BP 1986 erzielte, nicht zuletzt der sorgfältigen Arbeit der PPA-Abteilung zu.
aus Harvard Business manager 1/1988
Frank R. Gulliver
Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 16 / 17
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel